Nach Verurteilung als falscher Kommandant nun als falscher Polizist unterwegs

Ein Betrüger, der in Izmir bereits wegen Betrugs an Taxifahrern in Militäruniform verurteilt wurde, ist nun als falscher Polizist aufgetreten. Die Sommeruniform verriet den Hochstapler; bei seiner Festnahme gab er gegenüber der Polizei an, psychische Probleme zu haben.

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In den vergangenen Monaten gab sich der 28-jährige Semih B. als Offizier oder Unteroffizier aus und täuschte Taxifahrer, indem er behauptete, die Fahrtkosten per IBAN zu überweisen, was er jedoch nicht tat. Die betroffenen Taxifahrer bemerkten den Betrug und erstatteten Anzeige bei der Staatsanwaltschaft. Nach polizeilichen Ermittlungen wurde Semih B. gefasst und erschien am 14. Februar vor Gericht. Am Ende der Verhandlung wurde er wegen "unbefugter Verwendung von Dienstabzeichen und Uniformen" sowie "qualifizierten Betrugs" zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 7 Jahren und 6 Monaten verurteilt. Unter Berücksichtigung des Strafmaßes und der Möglichkeit der Berufung wurde seine Haftentlassung angeordnet.

SOMMERUNIFORM DER POLIZEI VERRIET IHN 

Nach seiner Freilassung trug Semih B. diesmal eine Polizeiuniform. Als er in der Sommeruniform durch die Straßen lief, erregte er die Aufmerksamkeit echter Polizeibeamter. Da die Beamten wussten, dass gemäß der Vorschrift des Innenministeriums zu diesem Zeitpunkt noch die Winteruniform vorgeschrieben war, schöpften sie Verdacht und wollten eine Identitätsprüfung durchführen. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass gegen den Verdächtigen ein Haftbefehl wegen Betrugs vorlag, woraufhin er festgenommen wurde. In seiner ersten Vernehmung auf der Wache gab Semih B. an, psychisch angeschlagen zu sein, und sagte: "Ich liebe offizielle Uniformen, deshalb trage ich sie." Die polizeilichen Ermittlungen gegen Semih B. dauern derweil an.