Strafmilderung für Ehemann, der seine Frau mit Pfefferspray angriff und niederstach, weil er den Notruf 112 wählte

In Samsun wurde ein Ehemann, der seine Frau niedergestochen und schwer verletzt hatte, nach einem Revisionsurteil des Berufungsgerichts erneut verurteilt. Nachdem er ursprünglich zu 12 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt worden war, erhielt er nun eine Strafe von 5 Jahren und 20 Monaten.

İHA

Der Vorfall ereignete sich im Juli letzten Jahres im Stadtteil Toptepe im Bezirk Canik in Samsun. Informationen zufolge soll M.Y. (52), der aufgrund der Spielschulden seines Sohnes F.Y. unter psychischem Druck stand, seiner Ehefrau E.Y. (51), Mutter von zwei Kindern, in der Küche ihres Hauses zunächst Pfefferspray ins Gesicht gesprüht und sie anschließend niedergestochen haben. Die blutüberströmte E.Y. wurde mit einem Krankenwagen in das Samsun Ausbildungs- und Forschungskrankenhaus eingeliefert.

M.Y. wurde von den Teams der Dienststelle für häusliche Gewalt und Gewalt gegen Frauen der Polizeidirektion Canik festgenommen und inhaftiert. In dem gegen ihn vor dem 5. Schwurgericht von Samsun eröffneten Verfahren wurde er vor einigen Monaten wegen "versuchten Mordes an der Ehefrau" zu 12 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt.

Das Berufungsgericht hob das Urteil jedoch auf und erklärte, dass der Angeklagte gemäß Artikel 36/1 des türkischen Strafgesetzbuches (TCK) zu bestrafen sei, da er nach der Tat Reue gezeigt, den Notruf 112 gewählt, um Hilfe gebeten und seiner Frau nach dem Vorfall geholfen habe.

In der Neuverhandlung vor dem 5. Schwurgericht von Samsun wurde M.Y. diesmal wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu 5 Jahren und 20 Monaten Haft verurteilt; die Fortdauer der Untersuchungshaft wurde angeordnet.