Urteil gegen Mann gefällt, der seinen Freund erstach und vom Balkon warf
In Kastamonu wurde ein Mann, der seinen Mitbewohner nach einem Streit erstach und anschließend vom Balkon stieß, zu einer Freiheitsstrafe von 13 Jahren und 6 Monaten verurteilt.
İHA
Der Vorfall ereignete sich am 29. Mai 2024 im Stadtviertel İnönü. Nach vorliegenden Informationen kam es zwischen dem ausländischen Staatsangehörigen B.D. (44) und dem ebenfalls ausländischen Staatsangehörigen M.N.K. (34) aufgrund eines Streits über Drogenhandel zu einer Auseinandersetzung. Als der Streit eskalierte, griff B.D. zu einem Messer und verletzte M.N.K. schwer. B.D. attackierte den auf den Balkon geflüchteten M.N.K. mit einem Eisenstuhl und stieß ihn vom Balkon im dritten Stock in die Tiefe. Der schwer verletzte M.N.K. wurde im Bildungs- und Forschungskrankenhaus Kastamonu behandelt. Der Tatverdächtige wurde von Polizeikräften zusammen mit der Tatwaffe festgenommen. B.D. wurde dem Haftrichter vorgeführt und inhaftiert.
Nach dem Vorfall wurde gegen B.D. und N.K. vor dem Schwurgericht Kastamonu Anklage wegen "versuchten vorsätzlichen Mordes und einfacher Körperverletzung" erhoben.
"ER HATTE EINEN PLAN, MICH INS GEFÄNGNIS ZU BRINGEN"
In seinem letzten Plädoyer während der Urteilsverkündung sagte B.D.: "Ich habe niemanden vom Balkon gestoßen. Ich habe ihn nicht berührt. Ich weise die Anschuldigungen zurück. Diese Person hat einen Plan geschmiedet, um mich ins Gefängnis zu bringen. Er hat ein Messer gegen mich gezogen, deshalb ist es zu diesen Ereignissen gekommen. Ich akzeptiere die gegen mich erhobenen Vorwürfe keinesfalls. Ich habe definitiv nicht mit Tötungsabsicht gehandelt. Sie wollten mich zwingen, Drogen zu verkaufen; als ich das ablehnte, zogen sie ein Messer und griffen mich an. Da er mich bei dem Streit um den Drogentransport angriff, habe ich nur in Notwehr gehandelt. Ich wurde selbst auch verletzt."
Furkan Kılıç, der Anwalt des nicht inhaftierten N.K., forderte den Freispruch seines Mandanten gemäß dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft.
Das Gericht verurteilte B.D. wegen "versuchten vorsätzlichen Mordes" zu einer Freiheitsstrafe von 13 Jahren und 6 Monaten. Das Gericht sprach N.K., der bei dem Streit erstochen und nach dem Sturz vom Balkon im dritten Stock schwer verletzt worden war, frei.