Vorwurf: Mutter vergrub ihr Baby unter einer Brücke

Im Bezirk Tire in Izmir soll eine Frau ihr unehelich geborenes Neugeborenes in einen Sack gesteckt und unter einer Brücke vergraben haben. Nach Bekanntwerden des erschütternden Vorwurfs leitete die Staatsanwaltschaft Ermittlungen ein und nahm die Mutter sowie ihre Familie fest. Es stellte sich heraus, dass die verdächtige Mutter bereits vor fünf Jahren ihr Baby, das sie auf einem Markt zur Welt gebracht hatte, unter einem Verkaufsstand dem Tod überlassen hatte.

İHA

Der Vorfall ereignete sich im ländlichen Stadtteil Sarılar im Bezirk Tire. Berichten zufolge soll eine 34-jährige Frau namens Hatice D. ihr unehelich geborenes Baby in einen Sack gesteckt und unter einer Brücke vergraben haben. Nachdem die Mutter von Hatice D. zur Gendarmerie gegangen war und den Vorfall gestanden hatte, wurden Maßnahmen ergriffen. Auf Anweisung der Staatsanwaltschaft wurden Hatice D. und Familienangehörige festgenommen; die Suche in dem Gebiet mit Spürhunden der Gendarmerie dauert an.

LEICHNAM NOCH NICHT GEFUNDEN

Bei ersten Durchsuchungen in dem Gebiet wurde an der Stelle, an der das Baby vergraben worden sein soll, die Nabelschnur gefunden. Der Leichnam des Babys konnte jedoch noch nicht geborgen werden. Die Gendarmerieeinheiten setzen die Sucharbeiten in der Umgebung der Brücke mit speziell ausgebildeten Hunden fort.

MUTTER UND FAMILIE IN GEWAHRSAM

Nach dem Vorfall wurden neben Hatice D. auch ihre Mutter, ihr Vater und einige Verwandte festgenommen. Es wurde bekannt, dass die Vernehmungen der Verdächtigen in Gewahrsam andauern.

Es stellte sich heraus, dass H.D. bereits im Jahr 2019 auf dem Cuma-Markt in Tire in ihrer Pluderhose entbunden und das Baby anschließend unter einem Verkaufsstand zurückgelassen hatte. Das Baby, das nach Hinweisen von Bürgern, die Weinen gehört hatten, ins Krankenhaus gebracht wurde, konnte trotz aller medizinischen Bemühungen nicht gerettet werden.

Während die auf Anweisung der Generalstaatsanwaltschaft von Tire eingeleiteten Ermittlungen akribisch fortgeführt werden, setzen die Gendarmerieeinheiten ihre Arbeit zur Auffindung des Babys fort.