Wegen Dürre: Wasser aus Elektrizitätswerk in den Fluss Meriç abgelassen
Aufgrund des sinkenden Wasserstands im Fluss Meriç in Edirne wurde Wasser aus dem Wasserkraftwerk Meriç abgelassen, um den Bedarf der Landwirte an Bewässerung zu decken. Ziel ist es, insbesondere den steigenden Bewässerungsbedarf der Reisbauern zu decken.
İHA
Die seit langem in der Region herrschende Dürre bedroht zunehmend die landwirtschaftliche Produktion. Die Behörden ergriffen Maßnahmen für die Landwirte, die unter Bewässerungsproblemen leiden, und beschlossen, Wasser aus dem Wasserkraftwerk Meriç in das Flussbett abzulassen.
Mit der Wasserabgabe aus dem Kraftwerk ist geplant, die Felder aller Erzeuger, insbesondere der Reisbauern, schrittweise zu bewässern.
Mit diesem Eingriff soll verhindert werden, dass es aufgrund der Dürre zu Ernteausfällen kommt.
"ZIEL IST ES, ERNTEVERLUSTE ZU VERMEIDEN"
Der Gouverneur von Edirne, Yunus Sezer, inspizierte die Wasserabgabe im Kraftwerk vor Ort. In seiner Erklärung sagte Gouverneur Sezer: "Im Rahmen der Dürrebekämpfung versuchen wir sicherzustellen, dass unsere Erzeuger diese Saison ohne Ernteverluste überstehen. Insbesondere wurden die notwendigen Maßnahmen ergriffen, um den Bewässerungsbedarf unserer Reisbauern zu decken."
"KEINE ENERGIEPRODUKTION"
Hüseyin Erkin, ehemaliger stellvertretender Regionaldirektor der staatlichen Wasserbehörde (DSİ) und Maschinenbauingenieur, wies auf einen Mangel an Planung bei der Umsetzung hin und sagte: "Etwa 2 Millionen Kubikmeter Wasser, die sich im Staudamm mit Gummischleuse auf dem Meriç angesammelt hatten, wurden in das Flussbett abgelassen. Die 14 Archimedes-Schraubenturbinen in diesem Minikraftwerk, von denen jede 150 kW leistet, hätten jedoch schrittweise entsprechend dem Flussdurchfluss in Betrieb genommen werden müssen. Jede der Turbinen arbeitet mit einem Durchfluss von 4-5 Kubikmetern pro Sekunde. Wäre das Wasser kontrolliert abgelassen worden, hätte man sowohl Energie erzeugen als auch Verluste im Flussbett reduzieren können. Mit dieser Methode hätte mehr Wasser die Region İpsala erreichen können."
Erkin erklärte, dass ein Großteil des abgelassenen Wassers im Flussbett verloren gehe und nur eine geringe Menge die Reisfelder in İpsala erreiche.