BAMAD: „Ayşenur Arslan ist nicht allein, Journalismus ist kein Verbrechen“

Die Journalistin Ayşenur Arslan wurde im Rahmen einer von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft eingeleiteten Untersuchung festgenommen, nachdem sie sich zu dem Angriff vor der Generaldirektion für Sicherheit am 1. Oktober geäußert hatte. Der Verein für Pressefreiheit und Medienforschung (BAMAD) erklärte: „Ayşenur Arslan ist nicht allein, Journalismus ist kein Verbrechen“.

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Gegen die Journalistin Ayşenur Arslan wurde aufgrund ihrer Äußerungen zu dem Angriff vor der Generaldirektion für Sicherheit am 1. Oktober eine Untersuchung eingeleitet.

Der Vorstandsvorsitzende von Halk TV, Cafer Mahiroğlu, gab bekannt, dass Arslans Sendung eingestellt wurde.

Die Journalistin Ayşenur Arslan wurde im Rahmen der von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft eingeleiteten Untersuchung festgenommen.

Nach all diesen Ereignissen gab der Verein für Pressefreiheit und Medienforschung (BAMAD) eine schriftliche Erklärung ab, in der er seine Unterstützung für Ayşenur Arslan zum Ausdruck brachte.

BAMAD gab folgende Erklärung zur Festnahme von Ayşenur Arslan ab:

„Ayşenur Arslan ist Journalistin. Sie hat auf verdächtige Punkte in Bezug auf einen Terroranschlag hingewiesen, über den die ganze Welt spricht. Das ist Journalismus. Sowohl in dem montierten Video, das in Umlauf gebracht wurde, als auch in der gesamten Sendung ist klar verständlich, was sie sagen wollte.

Diejenigen, die versuchen, Ayşenur Arslan zur Zielscheibe zu machen, greifen im Grunde die Pressefreiheit an. Wer zu dem, was Arslan angetan wird, schweigt, sollte sich bewusst machen, dass er damit Kompromisse bei der Pressefreiheit und dem Journalismus eingeht.

Die Hexenjagd, die nach den Wahlen mit Merdan Yanardağ und Barış Pehlivan begann, wurde anschließend mit Batuhan Çolak und Süha Çardaklı fortgesetzt und schließlich wurde heute Ayşenur Arslan festgenommen. All diese Ereignisse werden als tragikomische schwarze Flecken in die Geschichte der Presse- und Meinungsfreiheit sowie der Demokratie unseres Landes eingehen.

Wir laden unsere Kollegen, Presseorganisationen, Akademiker und Juristen ein, unabhängig von ihrer politischen Einstellung, die betroffenen Journalisten, den Journalistenberuf und die Pressefreiheit zu verteidigen. Ayşenur Arslan ist nicht allein, Journalismus ist kein Verbrechen!“