Belgische Polizei führt Razzia bei Fernsehsendern der Terrororganisation PKK durch

Die belgische Polizei hat eine Operation gegen die sogenannte Medienstruktur der Terrororganisation PKK durchgeführt. Bei der etwa fünfstündigen Razzia wurden Berichten zufolge Computer und zahlreiche Dokumente beschlagnahmt.

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Nach Angaben der belgischen Presse führte die Bundespolizei eine Razzia in Büros in der Stadt Denderleeuw in der flämischen Region durch, die von den Sendern „Sterk TV und Medya Haber TV“ genutzt werden, welche Propaganda für die Terrororganisation PKK betreiben.

Im Rahmen der Operation, an der zahlreiche belgische Polizeibeamte beteiligt waren, wurden die Büros durchsucht. Während der etwa fünfstündigen Razzia wurden mehrere Computer und eine Vielzahl von Dokumenten sichergestellt.

Der Bürgermeister von Denderleeuw, Jo Fonck, bestätigte, dass die Polizei eine Operation gegen den Fernsehsender der Terrororganisation durchgeführt habe.

Eine Gruppe von etwa 150 Unterstützern der Terrororganisation PKK/YPG hatte am 25. März vor dem Europäischen Parlament in Brüssel Barrikaden niedergerissen und die Polizei angegriffen.

Die Menschenmenge, die zunächst in Richtung der Straße marschieren wollte, in der sich die türkische Botschaft in Brüssel befindet, und anschließend zum Schuman-Platz, wo die EU-Institutionen ansässig sind, war auf polizeiliche Absperrungen gestoßen.

PAROLEN ZUGUNSTEN DER TERRORORGANISATION GERUFEN

Die Anhänger der Organisation, die ihre gewalttätigen Aktionen im Land fortsetzten, sorgten in derselben Nacht auch im Dorf Cheratte, das zur Gemeinde Lüttich gehört und mehrheitlich von Türken bewohnt wird, für Unruhen.

Die Gruppe setzte das Gebäude der Ülkü Ocakları in Brand und griff zudem eine Moschee an, deren Fenster sie einschlugen. Die vermummten Personen zogen durch die Straßen, riefen Parolen zugunsten der Terrororganisation und beschädigten Häuser, Geschäfte und Fahrzeuge von türkischen Bürgern.

Am 24. März waren PKK-Anhänger in der Stadt Heusden-Zolder, etwa eine Stunde von Brüssel entfernt, nach sogenannten Newroz-Feierlichkeiten mit Fahrzeugen durch eine Straße gefahren, in der viele türkischstämmige Bürger leben. Dabei zeigten sie Symbole der Terrororganisation sowie Poster des Anführers Abdullah Öcalan.

Die dort ansässigen türkischstämmigen Bürger reagierten darauf, woraufhin es zu Auseinandersetzungen kam.

Der belgische Premierminister Alexander De Croo hatte erklärt: „Es ist nicht hinnehmbar, Sympathiekundgebungen für eine Organisation abzuhalten, die als Terrororganisation eingestuft ist, wie die PKK, und Provokationen zu begehen.“