Journalist Barış Pehlivan wurde aus der Haft entlassen

Der Fall des Journalisten Barış Pehlivan, der im offenen Vollzug von Maltepe inhaftiert war und dem das Recht auf Bewährung verwehrt blieb, wurde eingestellt, nachdem der Richter seine Klage zurückgezogen hatte. Nachdem nun eine Bewährungsentscheidung für Pehlivan getroffen wurde, kam er frei.

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Dem Journalisten Barış Pehlivan war aufgrund seines Artikels mit dem Titel „Mide Bulandıran Öykü“ (Eine Übelkeit erregende Geschichte) vom 30. November 2022 infolge einer Klage des Kassationshof-Mitglieds Ömer Faruk Aydıner das Recht auf Bewährung entzogen worden.

Vor wenigen Tagen hatte Ömer Faruk Aydıner dem Gericht über seinen Anwalt mitgeteilt, dass er seine Klage zurückziehe. Nach der Rücknahme der Klage durch Aydıner war der Weg für Pehlivans Entlassung frei.

Mit der gestrigen Gerichtsverhandlung wurde das Verfahren eingestellt. Zudem wurde für Pehlivan eine Bewährungsentscheidung getroffen.

Pehlivans Anwalt Hüseyin Ersöz gab die Bewährungsentscheidung für Pehlivan wie folgt bekannt:

"Das 4. Vollstreckungsgericht Istanbul Anadolu hat für den Journalisten Barış Pehlivan eine Bewährungsentscheidung getroffen. Die Entscheidung wurde an die offene Strafvollzugsanstalt Maltepe übermittelt. Die Entlassung von Barış Pehlivan aus der Haftanstalt wird in Kürze erfolgen."

ENTLASSUNG ERFOLGT

Der Journalist Barış Pehlivan wurde aus der offenen Strafvollzugsanstalt Maltepe, in der er inhaftiert war, entlassen.

ERSTE STELLUNGNAHME NACH DER ENTLASSUNG

Pehlivan sagte nach seiner Entlassung Folgendes:

"Ich habe einen Prozess durchlebt, der niemals hätte stattfinden dürfen, und zwar drei Monate lang. Leider haben diese Regierung und das Justizsystem mich für drei Monate ins Gefängnis gesteckt. Sie haben mir das Recht auf Bewährung, das mir zustand, verwehrt. Wir haben einen ernsthaften Kampf geführt, um dieses Recht zu verteidigen. Am Ende wurde ich mit der Einstellung eines Verfahrens in die Bewährung entlassen. Das ist nur ein Sandkorn im Ozean angesichts der Fäulnis in der Justiz. Es löst nicht den Druck auf Journalisten in der Türkei. Mein Fall ist nur ein kleines Symbol.

Ich hoffe, dass wir eine Türkei erleben werden, in der wir solche Prozesse seltener durchleben. Ich werde weiterhin genau den Journalismus betreiben, den ich auch gestern betrieben habe. Ich danke allen, die mich in diesem Prozess unterstützt haben."