Gemeinde Atakum versetzt Journalistin Zerrin Somuncu als Reinigungskraft in einen Hochzeitssaal: 'Unterstützen Sie meinen Kampf'
Die Journalistin Zerrin Somuncu, die in der Presseabteilung der Gemeinde Atakum in Samsun tätig war, wurde nach den Kommunalwahlen vom 31. März 2024 mit Reinigungsarbeiten in einem Hochzeitssaal betraut. Somuncu erklärte: "Die tagelangen positiven Kommunikationsversuche zur Korrektur dieser Ungerechtigkeit blieben leider ergebnislos. Unterstützen Sie meinen Kampf."
İHA
In Atakum, Samsun, wurde nach den Kommunalwahlen vom 31. März 2024 die Verwaltung unter dem CHP-Politiker Cemil Deveci durch die Verwaltung des ebenfalls der CHP angehörenden Serhat Türkel abgelöst.
Nach den Wahlen kam es in der Gemeinde zu personellen Veränderungen. Ohne Angabe von Gründen wurden Journalisten aus der Presseabteilung der Gemeinde in den Reinigungsdienst versetzt.
Wie die Nachrichtenagentur İHA berichtet, wurde die Journalistin Zerrin Somuncu, die seit Jahren journalistisch tätig ist und einen vom Präsidialamt ausgestellten Presseausweis besitzt, aus der Direktion für Presse, Rundfunk und Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde Atakum, wo sie seit 2019 unter ihrem Titel als Journalistin arbeitete, abgezogen und als Reinigungskraft eingesetzt.
Somuncu, die ihre neue Tätigkeit als Reinigungskraft angetreten hat, schilderte ihre Situation und bat um Unterstützung.
'ZUR KORREKTUR DER UNGERECHTIGKEIT...'
Die Journalistin Zerrin Somuncu, die die Situation als große Ungerechtigkeit bezeichnete, beschrieb den Prozess wie folgt:
"Als mir meine Aufgabe mitgeteilt wurde, begab ich mich an meinen Arbeitsplatz. Von meinem Vorgesetzten, der mir als Leiter des Hochzeitssaals vorgestellt wurde, erhielt ich meine neuen Aufgaben mündlich mit der Anweisung: 'Es muss immer alles blitzblank sein', woraufhin ich meine neue Tätigkeit aufnahm. Trotz der Bemühungen der Gemeindebürokraten, die sich der Ungerechtigkeit des Themas bewusst sind, sowie der Berufsverbände, denen ich angehöre, blieben die tagelangen positiven Kommunikationsversuche mit dem Büro des Bürgermeisters zur Korrektur dieser Ungerechtigkeit leider ergebnislos."
'AUCH 3 PERSONEN WURDE GEKÜNDIGT'
"Unser Fotograf aus dem Team wurde in die Direktion für technische Angelegenheiten versetzt, um dort Pflastersteine zu verlegen, und unser Kameramann wurde in die Direktion für Reinigungsdienste als Straßenkehrer zwangsversetzt. Beide Kollegen haben, genau wie ich, ihre neuen Aufgaben angetreten, um ihre Arbeitsplätze nicht zu verlieren. Noch vor diesen Versetzungen wurde zudem drei Personen aus unserem Team gekündigt."