Gericht hat entschieden: 3 Jahre Haft für Journalisten İsmail Saymaz gefordert

Im Prozess gegen den Journalisten İsmail Saymaz wegen seines Artikels „Die Ehefrau des AKP-Richters im Gezi-Prozess war FETÖ-Geständige“ hat der Staatsanwalt sein Plädoyer abgegeben. Das Gericht vertagte die Verhandlung, um Zeit für die Vorbereitung der Verteidigung gegen das Plädoyer zu gewähren.

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Der Prozess gegen den Journalisten İsmail Saymaz wegen seines Artikels vom 26. April 2022 mit dem Titel „Die Ehefrau des AKP-Richters im Gezi-Prozess war FETÖ-Geständige“ wurde fortgesetzt.

An der Verhandlung vor dem 24. Schwurgericht in Istanbul nahmen İsmail Saymaz und seine Anwälte teil. In seinem Plädoyer vertrat der Staatsanwalt die Auffassung, dass die von İsmail Saymaz gegenüber dem Kläger und Richter Murat Bircan verwendeten Ausdrücke keine Beleidigung darstellten und als Meinungsäußerung zu bewerten seien, weshalb er einen Freispruch vom Vorwurf der „öffentlichen Beleidigung eines Amtsträgers aufgrund seiner Tätigkeit“ beantragte.

BIS ZU 3 JAHRE HAFT GEFORDERT

Der Staatsanwalt behauptete, „dass Saymaz' Verteidigung darauf abziele, sich der Strafe zu entziehen, und nicht glaubwürdig sei; zudem seien im Artikel der Name und das Foto des Richters sowie familiäre Informationen enthalten, wodurch der Richter aufgrund seiner Tätigkeit und seiner richterlichen Aktivitäten im Gezi-Park-Prozess zur Zielscheibe gemacht worden sei.“

Der Staatsanwalt forderte eine Freiheitsstrafe von 1 bis 3 Jahren für Saymaz wegen des Vorwurfs der „Zielscheiben-Markierung eines Amtsträgers, der im Kampf gegen den Terrorismus tätig war“.

Das Gericht vertagte die Verhandlung, um Zeit für die Vorbereitung der Verteidigung gegen das Plädoyer zu gewähren.