Schweinefleisch-Szene sorgte für Aufsehen: Antrag bei der RTÜK zur Serie 'Aynı Yağmur Altında'
Da in einigen Szenen der ersten beiden Folgen der auf ATV ausgestrahlten Serie 'Aynı Yağmur Altında' Äußerungen fielen, die zu gesellschaftlichen Spannungen führen könnten, hat RTÜK-Mitglied İlhan Taşcı beim Vorsitz der Behörde eine Untersuchung beantragt. Es wurde der Vorwurf erhoben, dass bestimmte Dialoge und Darstellungen in der Serie die Polarisierung zwischen religiösen und säkularen Bevölkerungsgruppen schüren.
12punto
RTÜK-Mitglied İlhan Taşcı hat eine offizielle Untersuchung der Fernsehserie 'Aynı Yağmur Altında' beantragt und darauf hingewiesen, dass diese Diskurse enthalte, die religiöse Identitäten und Lebensstile beleidigen und ausgrenzen. In Taşcıs Antrag wurde dargelegt, dass einige Szenen in den ersten beiden Folgen der Serie geeignet seien, die gesellschaftlichen Spannungen zu verschärfen.
Taşcı betonte, dass in einer Szene in öffentlichen Verkehrsmitteln in der ersten Folge eine Diskussion über die Kleidung von Frauen innerhalb kürzester Zeit in Beleidigungen und gegenseitige Anschuldigungen überfalle, die sich auf den Alltag und den Glauben bezogen.
Besonders auf die Familienszene in der zweiten Folge aufmerksam machend, wies Taşcı darauf hin, dass es nach dem Servieren von "Roasted Pork" (Schweinefleisch) zu intensiven Diskussionen über religiöse Empfindlichkeiten gekommen sei. Es wurde festgehalten, dass Äußerungen in der Szene wie "Wir sind schließlich alle Muslime, auf unseren Tellern ist kein Platz für verbotene Speisen", "Sogar die christliche Schwiegertochter ist respektvoller als du" oder "Bevor ihr beim Schweinefleisch ankommt, habt ihr schon tausend andere verbotene Dinge gegessen" zu gegenseitigen Anschuldigungen und Verurteilungen aufgrund religiöser Überzeugungen führten.
Taşcı behauptete, dass in den ausgestrahlten Folgen eine provokative Sprache verwendet werde, die sensible Punkte der Gesellschaft berühre, und wies darauf hin, dass die Ausstrahlung während des Ramadan gesondert bewertet werden müsse. Taşcı argumentierte, dass säkulare Individuen in der Serie beharrlich als gottlos und religionsfeindlich dargestellt würden, was nicht mit den Rundfunkprinzipien vereinbar sei.
Taşcı führte in seinem Antrag Folgendes aus:
"Im konkreten Fall enthalten sowohl die erste als auch die zweite Folge Äußerungen, die auf religiösen Identitäten und Lebensstilen basieren, gegenseitig beleidigend und provokativ sind und die gesellschaftliche Polarisierung verstärken könnten; in dieser Hinsicht sollte der Inhalt der Sendung im Rahmen der Rundfunkprinzipien gemäß Artikel 8 des Gesetzes Nr. 6112 bewertet werden. Daher beantrage ich, dass die erste und zweite Folge der besagten Serie, die am 09.02.2026 und 16.02.2026 ausgestrahlt wurden, gemäß den Absätzen (b) und (e) des ersten Absatzes von Artikel 8 des Gesetzes Nr. 6112 geprüft, von den zuständigen Experten begutachtet und das Thema auf der nächsten Sitzung des Obersten Rates auf die Tagesordnung gesetzt wird."
Es wird mit Spannung erwartet, welche Entscheidung die RTÜK bezüglich dieser Szenen treffen wird, bei denen ein Verstoß gegen die Rundfunkprinzipien gemäß den einschlägigen Gesetzesartikeln behauptet wird.
Bereits in der Vorwoche hatte die Schweinefleisch-Szene der Serie in den sozialen Medien für großes Aufsehen gesorgt, wobei insbesondere die Reaktionen muslimischer Zuschauer bemerkenswert waren. Die Anspielungen auf religiöse Werte standen kurz darauf im Zentrum breiter Kritik.