Warnung des RTÜK-Vorsitzenden an die Medien zum 'Fall Narin Güran'
Der Vorsitzende des Rundfunk- und Fernseh-Oberrates (RTÜK), Ebubekir Şahin, hat sich vor dem Prozessbeginn im Fall Narin Güran am Donnerstag, den 7. November (morgen), geäußert. Şahin erklärte: "Bei Verstößen gegen die Rundfunkgrundsätze werden unverzüglich die erforderlichen Sanktionen gegen die Verantwortlichen verhängt."
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Der Prozess um die Ermordung der 8-jährigen Narin Güran, deren lebloser Körper 19 Tage nach ihrem Verschwinden am 21. August im Dorf Tavşanlı im Bezirk Bağlar in Diyarbakır gefunden wurde, beginnt am Donnerstag, den 7. November (morgen). Vor der Anhörung gab es eine Warnung des Rundfunk- und Fernseh-Oberrates (RTÜK) an die Medienunternehmen.
RTÜK-Vorsitzender Ebubekir Şahin sagte: "Wir erwarten von unseren Medien während der Gerichtsphase dieses tragischen Vorfalls eine sensible, verantwortungsbewusste und den journalistischen Berufsethik-Prinzipien verpflichtete Berichterstattung."
Ebubekir Şahin äußerte sich wie folgt:
"Morgen findet die erste Anhörung im Mordfall unserer Tochter Narin Güran statt. In der ersten Ermittlungsphase dieses schrecklichen Mordes hat ein Teil unserer Medien eine unverantwortliche Haltung eingenommen, die ihrer nicht würdig war, indem sie die Vertraulichkeit der Ermittlungen verletzte und unter Missachtung der Menschenwürde auf Basis von Hörensagen berichtete. Wir erwarten von unseren Medien während der Gerichtsphase dieses tragischen Vorfalls eine sensible, verantwortungsbewusste und den journalistischen Berufsethik-Prinzipien verpflichtete Berichterstattung. Das Opfer ist ein unschuldiges, kleines Kind. Die Erwartung des gesamten türkischen Volkes ist, dass die Verantwortlichen die Strafe erhalten, die sie verdienen."
'WIR WERDEN ALLES GENAU VERFOLGEN'
Ebubekir Şahin wies darauf hin, dass es zwar kein explizites Sendeverbot für die Dauer der Verhandlung gebe, die Vertraulichkeit jedoch aufgrund der Natur des Gerichtsverfahrens von grundlegender Bedeutung sei.
Şahin fuhr fort:
"Es ist inakzeptabel, dass Nachrichten und Informationen, die Zeugen negativ beeinflussen oder den Prozessverlauf stören könnten, aus Gier nach mehr Einschaltquoten oder Klicks unverantwortlich in den Medien ausgeschlachtet werden. Es ist unerlässlich, das Verfahren mit einem gewissenhaften Ansatz und einer den Medien angemessenen Würde zu verfolgen und korrekte Informationen zu verbreiten. In dieser Phase werden unsere RTÜK-Überwachungsexperten die Berichterstattung in unseren Medien genau verfolgen. Bei Verstößen gegen die Rundfunkgrundsätze werden unverzüglich die erforderlichen Sanktionen gegen die Verantwortlichen verhängt."
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