Anatomie der Gewaltkultur: Der Mord an Ata Emre Akman
Der Mord an Ata Emre Akman in Balıkesir hat in der Gesellschaft für große Empörung gesorgt. Die in den letzten Monaten aufeinanderfolgenden Morde haben den gesellschaftlichen Zerfall in aller Deutlichkeit offengelegt.
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Die brutale Ermordung des 20-jährigen Ata Emre Akman, der in Balıkesir als Essenslieferant arbeitete, hat das Ausmaß der Gewaltkultur im Land vor Augen geführt.
STRAFREGISTER WURDE BEKANNT
Der inhaftierte Täter E.Ö., der Akman mit 25 Messerstichen tötete, gab in seiner Aussage an: "Ich habe ihn gefragt, woher er Sultan Dönmez, die Frau meines Vaters mit religiöser Eheschließung, kenne. Er hat mich abgewiesen. Daraufhin habe ich zugestochen."
Es stellte sich heraus, dass der Mörder bereits zahlreiche Vorstrafen hatte.
Zuhal Akman, die Mutter von Ata Emre Akman, forderte zudem die Bestrafung des Vaters des Täters:
Denn er ist der Anstifter. Er ist die Person, die ihrem Sohn die Waffe in die Hand drückte mit den Worten: 'Was ich nicht tun konnte, wird nun mein Kind tun.'
In den letzten Monaten stehen die aufeinanderfolgenden Morde im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit. Der gesellschaftliche Zerfall und die Polarisierung drängen sich als eine Kultur der Gewalt auf. Frauenmorde und Morde an Taxifahrern können hierfür als Beispiele angeführt werden.
UNZUREICHENDE SANKTIONEN FÖRDERN KRIMINALITÄT
Andererseits führen die Vorstrafen der Täter nach den begangenen Morden dazu, dass das Justizsystem des Landes hinterfragt wird.
Die geringen Sanktionen gegen Gewalttaten bereiten den Boden für kriminelle Handlungen.