Istanbuls Brücken und Autobahnen sollen privatisiert werden
Die Privatisierung der Betriebsrechte für die beiden Brücken über den Bosporus sowie neun Autobahnen ist geplant.
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Die Regierung erwägt, die Betriebsrechte für die 15-Juli-Märtyrer-Brücke und die Fatih-Sultan-Mehmet-Brücke über den Bosporus sowie für neun Autobahnen zum Verkauf anzubieten. Die entsprechenden Berichte wurden von der internationalen Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Regierungskreise in die Diskussion gebracht.
Diese Brücken, die die europäische und asiatische Seite Istanbuls verbinden, gehören zu den strategisch wichtigsten Punkten, die täglich von Hunderttausenden Fahrzeugen befahren werden. Zudem stellen sie kritische Knotenpunkte am Bosporus dar, der eine bedeutende Transitroute zwischen dem Schwarzen Meer und dem Mittelmeer bildet.
Es heißt, dass die Privatisierungsbehörde Investmentbanken dazu aufgefordert hat, Angebote für die Brücken und Autobahnen einzureichen. Dieser Schritt wird als Teil der Bemühungen der Regierung gewertet, das Haushaltsdefizit zu decken, und könnte für den Minister für Schatz und Finanzen, Mehmet Şimşek, eine bedeutende Finanzquelle erschließen.
FRÜHERER PRIVATISIERUNGSVERSUCH
Ein ähnlicher Privatisierungsversuch wurde bereits im Jahr 2012 unternommen. Damals wurde für die Betriebsrechte von rund 2.000 Kilometern Straße und Brücken ein Angebot in Höhe von 5,7 Milliarden Dollar abgegeben. Die Ausschreibung gewannen Koç Holding, Gözde Girişim und die in Malaysia ansässige UEM Group. Der damalige Premierminister Recep Tayyip Erdoğan hielt das Angebot jedoch für zu niedrig und forderte 7 Milliarden Dollar.