Staatsbedienstete protestieren gegen Gehaltsungerechtigkeit
Die neue Regelung, die zu Gehaltsungerechtigkeiten unter Staatsbediensteten führt, wurde vom Gewerkschaftsbund Birleşik Kamu-İş kritisiert.
12punto
Der Vorschlag, der eine pauschale Gehaltserhöhung von etwa 30.000 Lira für bestimmte Berufsgruppen im öffentlichen Dienst und hochrangige Bürokraten vorsieht, stieß auf Kritik, da andere Beschäftigte von dieser Regelung ausgeschlossen sind. Orhan Yıldırım, Vorsitzender des Gewerkschaftsbundes Birleşik Kamu-İş, kritisierte diese Situation und erklärte, dass unter den Staatsbediensteten keine Gerechtigkeit gewährleistet werden könne.
Yıldırım sagte in einer Erklärung vor dem Parlament: "Die Partei, die 'Gerechtigkeit' im Namen trägt, schafft es nicht, Gerechtigkeit unter den Staatsbediensteten zu gewährleisten. Während im Haushalt ausreichende Mittel vorhanden sind, liegt das Problem in der ungerechten Verteilung dieser Ressourcen."
EINKOMMENSUNGERECHTIGKEIT UND INFLATION
Yıldırım erklärte, dass die Gehälter im öffentlichen Dienst an der Armutsgrenze lägen und die Einkommensungerechtigkeit stetig zunehme. "Dieser Vorschlag ist ein Spitzenreiter in der Feindseligkeit gegenüber Arbeitnehmern", sagte Yıldırım und betonte, dass die Daten des türkischen Statistikamtes TÜİK nicht die Realität widerspiegelten und die Inflation die Kaufkraft der Bevölkerung ernsthaft beeinträchtige. "Mit dem größten Geldschein kann man gerade einmal ein Kilo Obst kaufen. Die Lebensmittelinflation erschwert sogar die Ernährung der Kinder", sagte er.
Yıldırım forderte die Regierung und das Parlament auf, die Lohnkluft unter den Staatsbediensteten zu beseitigen. "Den Beschäftigten im öffentlichen Dienst sollte nicht nur ein Inflationsausgleich, sondern eine menschenwürdige Gehaltserhöhung gewährt werden", sagte er. Zudem wies er darauf hin, dass die Benachteiligungen, die dadurch entstanden sind, dass in der Vergangenheit gewährte pauschale Erhöhungen nicht auf die Renten angerechnet wurden, behoben werden müssten. Yıldırım betonte: "Das Ansehen des Staates liegt in den Bedingungen und der Wertschätzung, die den arbeitenden Menschen entgegengebracht wird."