Verpflichtende KI-Schulung für Staatsbedienstete kommt: Erfolgsniveau wird überwacht, Mikro-Zertifikate werden vergeben
Im Rahmen des KI-Aktionsplans 2026-2030 wird für Staatsbedienstete eine verpflichtende Schulung zur KI-Kompetenz per E-Learning eingeführt.
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Im Zuge des digitalen Wandels im öffentlichen Sektor wird ein neuer Schritt zur Nutzung künstlicher Intelligenz unternommen. Gemäß dem türkischen KI-Aktionsplan für den Zeitraum 2026-2030 wird eine grundlegende Schulung zur KI-Kompetenz für Staatsbedienstete verpflichtend.
Wie die Nachrichtenagentur AA berichtet, werden die Schulungen unter der Koordination des Ministeriums für Industrie und Technologie mittels E-Learning durchgeführt. Das Programm wird über die Personalverwaltungssysteme der öffentlichen Einrichtungen zur Pflicht; dabei wird nicht nur überwacht, ob das Personal die Schulungen absolviert hat, sondern auch das jeweilige Erfolgsniveau regelmäßig kontrolliert.
Die Schulungsinhalte umfassen grundlegende Konzepte der künstlichen Intelligenz, den sicheren Umgang mit generativen KI-Tools, den Schutz personenbezogener Daten, das Bewusstsein für Fehlinformationen und „Deepfake“-Inhalte sowie Prinzipien der ethischen Nutzung. Den Staatsbediensteten werden zudem je nach Aufgabenbereich kurze Anwendungsmodule angeboten.
Personal, das das Programm erfolgreich abschließt, erhält basierend auf den Mess- und Bewertungsergebnissen stufenweise Mikro-Zertifikate, die ihre grundlegenden Kompetenzen belegen.
INSTITUTIONEN ERSTELLEN KI-ROADMAPS
Um die KI-Transformation im öffentlichen Sektor auf institutioneller Ebene zu überwachen, wird in jeder Behörde eine hochrangige Führungskraft für diesen Bereich ernannt. Diese Führungskräfte werden die Portfolios der KI-Projekte und -Anwendungen der Institutionen verwalten und regelmäßig über den Fortschritt der Arbeiten berichten.
Nach Abschluss der Ernennungen sollen die öffentlichen Einrichtungen innerhalb von 12 Wochen eine dreijährige „KI-Roadmap“ sowie ihre jährlichen Ziele erstellen. Ziel des Prozesses ist es, Einsatzbereiche zu identifizieren, Pilotanwendungen zu testen und erfolgreiche Projekte flächendeckend einzuführen.
Im Rahmen des Aktionsplans ist geplant, in den ersten 12 Monaten mit mindestens zwei Pilotwellen in 10 oder mehr Ministerien insgesamt mindestens 30 KI-Pilotprojekte zu starten. Für mindestens 10 kritische öffentliche Dienstleistungen soll eine Linie von der Pilotphase bis zur Skalierung etabliert werden.
Auch e-Devlet wird einer der vorrangigen Bereiche der Transformation sein. KI-gestützte Anwendungen wie personalisierte Dienstleistungsführung, Vorprüfung von Anträgen und intelligente Dokumentenunterstützung sollen zunächst als Pilotprojekte umgesetzt und anschließend bei Erfolg ausgeweitet werden.
Bei den Anwendungen werden die Prinzipien des Schutzes personenbezogener Daten, der Erklärbarkeit von Entscheidungen und der menschlichen Aufsicht berücksichtigt. Für hochwirksame KI-Systeme, die in öffentlichen Einrichtungen eingeführt werden, werden zudem Zertifizierungs- und Bewertungsprozesse verpflichtend sein.