Warnung von TESK-Präsident Palandöken: '300.000 Betriebe könnten schließen'
Der Präsident des türkischen Handwerks- und Gewerbeverbandes (TESK), Bendevi Palandöken, erklärte, dass das Kleingewerbe auf die Umstellung auf das vereinfachte Steuersystem unvorbereitet sei, und warnte: „Wenn keine Maßnahmen ergriffen werden, könnten 300.000 Betriebe schließen.“
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Der Generalsekretär des türkischen Handwerks- und Gewerbeverbandes (TESK), Bendevi Palandöken, erklärte, dass die Regelung zur Umstellung auf das vereinfachte Steuersystem das Kleingewerbe unvorbereitet getroffen habe. Palandöken betonte, dass das neue System die Kapazitäten der Gewerbetreibenden bei weitem übersteige, und stellte die Fragen: „Es bleibt nur noch ein Monat, wie soll das System aufgebaut werden? Mit welchem Budget soll das geschehen?“
Palandöken sagte, dass die Gewerbetreibenden bereits mit schrumpfendem Kapital ums Überleben kämpften: „Ihr Kapital ist dafür nicht ausgelegt. Es gibt auch saisonale Schwierigkeiten. So senkt man die Inflation nicht; man muss das Gewerbe am Leben erhalten. Das Kleingewerbe liegt dem Staat nicht auf der Tasche, sondern schafft Arbeitsplätze“, sagte er.
HOHE FINANZIELLE BELASTUNGEN SETZEN GEWERBETREIBENDE UNTER DRUCK
Palandöken wies darauf hin, dass die Sozialversicherungsbeiträge für Gewerbetreibende jährlich 120.000 TL erreichten, und sagte, dass es unter solch hohen finanziellen Lasten unmöglich sei, dass das Gewerbe noch atmen könne. Er erklärte, dass diese Lasten auf den Staat zurückfallen würden, falls die Gewerbetreibenden ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen könnten.
MANGEL AN GEMEINSAMEM VERSTÄNDNIS BEI STEUERREGELUNGEN
Palandöken kritisierte, dass die neuen Regelungen ohne ausreichende Konsultation der Vertreter des Gewerbes vorbereitet worden seien: „Entscheidungen müssen im gemeinsamen Einvernehmen mit unserem Verband und den Berufskammern getroffen werden. Die Einstellung ‚Ich habe es so entschieden, also ist es so‘ schafft Misstrauen und führt zu einer Stagnation auf dem Markt“, sagte er.
Palandöken äußerte, dass E-Pfändungsverfahren die Gewerbetreibenden in Bedrängnis brächten: „Die Gewerbetreibenden wollen ihre Waren verkaufen, kommen aber nicht an ihr Geld. Ihre Konten werden sofort gesperrt. Das treibt sie in die Depression“, sagte er.
DRINGENDE MASSNAHMEN FÜR DAS GEWERBE ERFORDERLICH
Palandöken betonte, dass für die Gewerbetreibenden, die mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, dringende Maßnahmen ergriffen werden müssten: „Andernfalls könnten 250.000 bis 300.000 Betriebe schließen. Das Kleingewerbe ist ein Sektor, der die Räder der Wirtschaft am Laufen hält und selbstständig Arbeitsplätze schafft“, sagte er.
„FÜR UNGERECHTE ANWENDUNG MUSS EINE LÖSUNG GEFUNDEN WERDEN“
Palandöken wies darauf hin, dass Pfändungsverfahren begännen, bevor die Gewerbetreibenden überhaupt Geld eingenommen hätten: „Diese ungerechte Praxis muss gelöst werden. Wir glauben, dass dieses Problem durch Anweisungen unseres Präsidenten an das Finanzministerium gelöst werden kann“, sagte er.