Zahnärzte erwarteten 20.000 Stellenbesetzungen: Nur 1 Prozent erfüllt!

Während Zahnärzte auf 20.000 Stellenbesetzungen hofften, gab das Gesundheitsministerium die Zahl der neu zu besetzenden Stellen für Zahnärzte für das Jahr 2024 mit 286 Personen bekannt.

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Das Gesundheitsministerium hat die Zahl der Stellen für die erstmalige und erneute Besetzung von Zahnarztstellen für das Jahr 2024 bekannt gegeben. Entgegen der Erwartung, dass mindestens 1.000 Personen eingestellt würden, wurden lediglich 286 Stellen besetzt.

FORDERUNG NACH 20.000 STELLENBESETZUNGEN

Özlem Akarken, Vorsitzende der Gewerkschaft für Gesundheitsdienste (SAHİM-SEN), äußerte sich dazu wie folgt:

„Mindestens 1.000 unserer Zahnärzte, die auf eine Anstellung warten, hofften auf eine Zusage. Leider spiegelt sich in der Liste nur eine Zahl von 286 Personen wider. Da jedes Jahr Tausende von Zahnärzten von ständig neu eröffneten zahnmedizinischen Fakultäten – oft ohne Lehrpersonal oder Lehrkrankenhäuser – ihren Abschluss machen, ist eine Ärzteinflation entstanden, bei der fast 20.000 Zahnärzte auf eine Anstellung warten. Die nun bekannt gegebenen 286 Stellen sind für unser öffentliches Gesundheitswesen und die wartenden Ärzte eine bittere Sparmaßnahme des Gesundheitsministeriums und des Justizministeriums. Zudem sind in den ausgeschriebenen Stellen auch Gefängnisse des Justizministeriums enthalten.“

BÜRGER WEICHEN AUF PRIVATKLINIKEN AUS!

Akarken machte folgende weitere Angaben:

„Zentren für Mund- und Zahngesundheit leiden unter Personalmangel sowie unter einem Mangel an Materialien. Die Regelungen zu den persönlichen Rechten des in Gefängnissen tätigen Gesundheitspersonals werden ignoriert, und es gibt Personal, das nach der Einstellung aufgrund der Arbeitsbedingungen wieder kündigt. Da dieser Prozess ohne Berücksichtigung der sozioökonomischen Lage unseres Landes, ohne Berechnung des Bevölkerungswachstums und ohne notwendige infrastrukturelle Vorbereitungen fortgesetzt wird, bleiben zahnmedizinische Behandlungen im öffentlichen Sektor erfolglos, und unsere Bürger suchen in Privatkliniken nach Hilfe.“

WIR HABEN MEHRFACH GEWARNT!

„Wir hatten bereits mehrfach vor der Bekanntgabe der Einstellungszahlen gewarnt und darauf hingewiesen, dass fast 20.000 Zahnärzte auf eine Anstellung warten. Wir sind der Ansicht, dass diejenigen, die das Problem durch die Freischaltung von mehr MHRS-Terminen für bestehende Zahnärzte lösen wollen, um die Anzahl der Patienten zu erhöhen, die im öffentlichen Sektor zahnmedizinische Leistungen erhalten können, vergessen, dass zahnmedizinische Dienste aus invasiven Eingriffen bestehen. Wir erwarten lösungsorientierte Arbeiten von der innerhalb des Ministeriums gegründeten ‚Generaldirektion für Mund- und Zahngesundheit‘, die dem ‚Jahrhundert der Türkei‘ gerecht wird. Um sicherzustellen, dass zahnmedizinische Leistungen in unserem Land effektiv und für breite Bevölkerungsschichten zugänglich sind, müssen eine bevölkerungsbasierte Planung und Stellenbesetzung für Zahnärzte erfolgen. In dieser Angelegenheit sind das Finanzministerium, das Ministerium für Arbeit und soziale Sicherheit sowie das Gesundheitsministerium die zuständigen Stellen, um das Problem zu lösen.“