AKPs Plan für eine neue Verfassung und vorgezogene Neuwahlen nimmt Gestalt an

Der Vorstoß der Cumhur-Allianz bezüglich Öcalan ist zum zentralen Thema der türkischen Agenda geworden. Der Journalist Alican Uludağ lieferte eine bemerkenswerte Einschätzung zu den Plänen von AKP und MHP, die sich für eine neue Verfassung und eine Entscheidung über vorgezogene Neuwahlen mit der DEM-Partei geeinigt haben sollen.

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Der Prozess der Cumhur-Allianz für eine neue Verfassung und die politischen Schritte, die im Zusammenhang mit Abdullah Öcalan unternommen werden könnten, sorgen in politischen Kreisen und in der Öffentlichkeit für Diskussionen.

Nach Einschätzungen des Journalisten Alican Uludağ streben die Adalet ve Kalkınma Partisi (AKP) und die Milliyetçi Hareket Partisi (MHP) an, die für die Ausarbeitung einer neuen Verfassung erforderliche Mehrheit an Abgeordneten zu sichern. Zudem könnte durch eine Entscheidung für vorgezogene Neuwahlen der Weg für eine erneute Kandidatur von Präsident Recep Tayyip Erdoğan geebnet werden.

DIE FÜR EINE NEUE VERFASSUNG ERFORDERLICHEN ZAHLENVERHÄLTNISSE

Damit eine neue Verfassung einem Referendum unterzogen werden kann, ist die Unterstützung von mindestens 360 Abgeordneten erforderlich. Uludağs Berechnungen zufolge verfügt die AKP über 268, die MHP über 47 und die Demokratik Emek ve Milli Birlik Partisi (DEM-Partei) über 57 Abgeordnete.

Die Gesamtzahl der Abgeordneten dieser Parteien erreicht 372.

Zählt man zudem die Abgeordneten der HÜDAPAR (4), der Yeniden Refah Partisi (4) und der Demokratik Sol Parti (1) hinzu, die über die Listen der AKP gewählt wurden, steigt diese Zahl auf 385.

Mit der Unterstützung einiger Abgeordneter aus Oppositionsparteien wie der DEVA, der Gelecek Partisi und der Saadet Partisi könnte die für ein Referendum notwendige Stimmenzahl erreicht werden.

DER ÖCALAN-PROZESS UND DISKUSSIONEN ÜBER VORGEZOGENE NEUWAHLEN

Uludağ äußerte die Vermutung, dass die Einbeziehung von Abdullah Öcalan in den Prozess zur Veränderung der politischen Machtverhältnisse auf der Tagesordnung stehen könnte.

In diesem Szenario wird davon ausgegangen, dass die DEM-Partei durch Aufrufe von Öcalan die für eine erneute Kandidatur von Präsident Erdoğan erforderliche Unterstützung von 360 Abgeordneten sichern könnte. Diese Situation bringt jedoch auch Diskussionen mit sich, etwa darüber, ob Selahattin Demirtaş weiterhin inhaftiert bleibt und ob Öcalan freigelassen wird oder nicht.

OPTION EINER EINZIGEN WAHLURNE IM GESPRÄCH

Andererseits wird darüber spekuliert, dass AKP und MHP die Verfassungsänderung und die Entscheidung für vorgezogene Neuwahlen im selben Prozess behandeln könnten. In diesem Rahmen könnte die Möglichkeit aufkommen, die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen sowie das Referendum über die neue Verfassung am selben Tag abzuhalten.

DISKUSSIONEN IN DER ÖFFENTLICHKEIT DAUERN AN

Während die Diskussionen über den Prozess der neuen Verfassung und die Möglichkeiten vorgezogener Neuwahlen bei den politischen Parteien und in der Öffentlichkeit ein breites Echo hervorrufen, wurden Gespräche mit Abdullah Öcalan in regierungsnahen Medien unterstützt. Hier ist der Beitrag, den der Journalist Alican Uludağ auf seinem X-Account geteilt hat: