Der Fall İmamoğlu: Ein Verbrechen aus einem nicht existierenden Bericht konstruieren

12punto-Autor Tuncay Mollaveisoğlu schreibt über die Verzerrungen der regierungsnahen Medien im Fall İmamoğlu.

12punto

Das Innenministerium hatte eine Untersuchung zur Amtszeit von İmamoğlu als Bürgermeister von Beylikdüzü eingeleitet. Der 12punto-Autor Tuncay Mollaveisoğlu beleuchtet die Wahrheit hinter den Ermittlungen, die wegen des Vorwurfs der 'Manipulation einer Ausschreibung' aufgenommen wurden.

Die Mülkiye-Inspektion des Innenministeriums sandte ihren erstellten Bericht an die Generalstaatsanwaltschaft Büyükçekmece. In der von der Staatsanwaltschaft Büyükçekmece erstellten Anklageschrift wurde behauptet, dass dem Staat ein Schaden von 250 Tausend Lira entstanden sei. In der heutigen Verhandlung wurde der Prozess auf den 25. April 2023 vertagt. 12punto-Autor Tuncay Mollaveisoğlu teilte die Fakten zu den Ermittlungen über seinen Social-Media-Account. Mollaveisoğlu schrieb dazu: 

"Ein Verbrechen aus einem nicht existierenden Bericht konstruieren.

Der heutige Prozess gegen den Bürgermeister von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, wird in der regierungsnahen Presse als Manipulation einer Ausschreibung dargestellt… Doch das entspricht nicht der Wahrheit. In dem Fall gibt es keine Manipulation einer Ausschreibung, sondern eine äußerst subjektive Definition, die einer Pflichtverletzung gleichkommt. Der Prozess ist auf erzwungenen und falschen Aussagen aufgebaut. Zum Beispiel wird Ekrem İmamoğlu in der Anklageschrift kritisiert: 'Warum hast du trotz des Berichts des internen Prüfers nicht auf diesen Bericht gehört und die notwendigen Schritte eingeleitet?' Dabei gab es zu diesem Zeitpunkt weder einen solchen Bericht noch eine Einheit namens interne Revision in der Gemeinde.

Eine völlig leere Akte so zu behandeln, als gäbe es darin etwas Substantielles, offenbart eigentlich nur den erbärmlichen Zustand der AKP vor den Kommunalwahlen."