Die häufigste Ursache für Erblindung: Achten Sie auf den schleichenden Dieb in den Augen
Glaukom ist die häufigste Ursache für Erblindung. Doç. Dr. Remzi Karadağ warnt vor dem Glaukom, das in der Bevölkerung auch als Grüner Star bekannt ist.
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Das Glaukom, in der Bevölkerung auch als Grüner Star bekannt, ist die häufigste Ursache für Erblindung, wenn es nicht frühzeitig behandelt wird. Doç. Dr. Remzi Karadağ bezeichnet die Krankheit, von der weltweit schätzungsweise 80 Millionen Menschen betroffen sind, als den stillen Dieb Ihres Sehvermögens und erklärt: „Diese Erkrankung tritt bei etwa einem von 40 Menschen über vierzig Jahren auf und führt bei einem von 20 Betroffenen zu einem dauerhaften Sehverlust auf beiden Augen.“ sagte er.
Das Glaukom, das nur schwer zu erkennen ist und zu schwerwiegenden Folgen bis hin zur Erblindung führen kann, Glaukom, gehört zu den am häufigsten beobachteten schleichenden Augenerkrankungen. Die Störung, die insbesondere im mittleren Lebensalter bei jedem Patienten auftreten kann, entsteht meist durch einen erhöhten Augeninnendruck, der den Sehnerv schädigt. Da die Erkrankung keine Symptome zeigt, offenbart sie sich erst bei einer Augenuntersuchung. Aus diesem Grund sind regelmäßige Augenuntersuchungen von großer Bedeutung.
KANN IN JEDEM ALTER AUFTRETEN
Doç. Dr. Remzi Karadağ betont, dass das Glaukom weltweit eine der häufigsten Ursachen für dauerhaften Sehverlust ist und Doz. Dr. Remzi Karadağ, „Der Grüne Star (Glaukom) kann in jedem Alter auftreten. Er kommt jedoch besonders häufig bei Patienten über 40 Jahren vor. Der Augeninnendruck wird durch das Kammerwasser erzeugt und ist für die normale Augengesundheit notwendig. Diese Flüssigkeit wird von der Aderhaut des Auges produziert und über bestimmte Kanäle wieder abgeleitet. Wenn das Gleichgewicht zwischen der Produktion und dem Abfluss der Flüssigkeit gestört ist, steigt der Druck, was zu einem erhöhten Augeninnendruck führt. Wir können ihn als den stillen Dieb des Sehvermögens bezeichnen, da er sich unbemerkt und schleichend entwickelt“ erklärte er.
VORSICHT BEI STEROID-ANWENDUNG
Doz. Dr. Karadağ betonte, dass wie bei jeder Krankheit eine frühzeitige Intervention von großer Bedeutung sei, und fuhr fort: „Der Patient verspürt in diesem Prozess weder Schmerzen noch Rötungen. Da sich das Sehfeld von außen nach innen verengt, kommt es lange Zeit zu keiner merklichen Sehverschlechterung. Aus diesen Gründen wird die Diagnose Glaukom meist zufällig bei Routineuntersuchungen für eine Brille gestellt. Wer frühzeitig diagnostiziert wird, hat Glück und kein Risiko zu erblinden. Wenn Symptome auftreten, sind bereits etwa 30 bis 35 Prozent der Nervenzellen verloren gegangen, und dieser Zellverlust ist irreversibel. Besonders für Personen über 40, Menschen mit Glaukomfällen in der Familie, Steroid-Anwender, stark Kurzsichtige sowie Diabetiker und Patienten mit einer Vorgeschichte von Augenverletzungen ist eine regelmäßige Kontrolle des Augeninnendrucks wichtig.“
ACHTEN SIE AUF DIE SYMPTOME
Doz. Dr. Karadağ betonte, dass es eine Form des Glaukoms gibt, die – wenn auch selten – Symptome zeigt: „Beim sogenannten Winkelblockglaukom steigt der Augeninnendruck plötzlich an. In diesem Fall können bei der betroffenen Person starke Kopf- und Augenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, verschwommenes oder eingeschränktes Sehen sowie das Wahrnehmen von Lichthöfen um Lichtquellen auftreten. Eine frühzeitige Diagnose ist von entscheidender Bedeutung, da verloren gegangene Nervenzellen und das Sehvermögen nicht wiederhergestellt werden können. Die Behandlung kann mit Augentropfen erfolgen, wobei diese Therapie lebenslang fortgesetzt werden muss. Sollte die Behandlung mit Augentropfen nicht erfolgreich sein, ist es notwendig, den Augeninnendruck mittels Laser oder einer Operation zu senken.“ mit diesen Worten schloss er seine Ausführungen.