'Ein kapitalistischer Vandalismus...' Der Markt für Grabstätten in der Nachbarschaft von Marx' Grab

Dass die Preise für neue Grabstätten auf dem historischen Highgate-Friedhof in London, England, wo sich das Grab von Karl Marx, einem der Begründer des wissenschaftlichen Sozialismus, befindet, auf 25.000 Pfund (etwa 1 Million TL) zusteuern, hat für Diskussionen gesorgt.

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Laut einem Bericht von Hürriyet erklärte Ian Dungavell, Geschäftsführer der Friends of Highgate Cemetery Trust, im Zusammenhang mit den Diskussionen, dass es wichtig sei, Platz für neue Bestattungen zu schaffen, damit der Friedhof ein "lebendiger Anziehungspunkt" bleibe. Derselbe Friedhof war bereits 2015 in die Schlagzeilen geraten, als von Besuchern eine Eintrittsgebühr von 4 Pfund erhoben wurde.

'SIE KOMMERZIALISIEREN ALLE MENSCHLICHEN WERTE'

In dem Bericht wurde auch die Meinung des Generalsekretärs der TKP, Kemal Okuyan, eingeholt, der das Thema wie folgt bewertete:

"Es ist keineswegs überraschend. Aber als Kommunist bin ich betrübt. Es ist eine Denkweise, die versucht, alles in Geld umzuwandeln. Es gab schon viele, die versucht haben, mit den Namen von Marx oder Che Guevara Geld zu verdienen. Früher haben Neonazis das Grab angegriffen und Vandalismus begangen. Nun ist dies eine andere Art von Vandalismus. Ein kapitalistischer Vandalismus. Sie kommerzialisieren alle menschlichen Werte. Sie nehmen keine Rücksicht auf Marx oder Ähnliches. Sie sehen alles nur als Geld. In letzter Zeit gab es ohnehin genug Fehler, die Marx im Grabe rotieren lassen würden. Aber seine Ideen bleiben bestehen. Der Tag wird kommen, an dem wir all diesen Schmutz beseitigen werden. Wir werden nicht nur Marx und seine Ideen, sondern alle Werte wieder ihren eigentlichen Besitzern, der Gesellschaft, zurückgeben."