Einschätzung zu Akşener von Karar-Kolumnist: Eine Rückkehr scheint kaum möglich

Der Karar-Kolumnist Mehmet Ocaktan bewertete in seinem Artikel mit dem Titel „Wohin rennt die Opposition“ die Entscheidung der İYİ-Partei-Vorsitzenden Meral Akşener, bei den Kommunalwahlen in allen 81 Provinzen eigene Kandidaten aufzustellen, mit den Worten: „Es scheint kaum möglich, dass Akşener davon abrückt.“

12punto

Die Entscheidung der İYİ-Partei, ohne Bündnis in die Kommunalwahlen zu gehen, hat in den Reihen der Opposition für Diskussionen gesorgt. Nach der Ankündigung von Meral Akşener, „Wir werden in 81 Provinzen Kandidaten aufstellen“, trat der Provinzvorsitzende der İYİ-Partei in Ankara, Faruk Köylüoğlu, aus Protest gegen die Entscheidung der Parteizentrale von seinem Amt zurück.

"DIESE HALTUNG DER İYİ-PARTEI IST KEIN 'BLUFF', SONDERN EINE ROTE KARTE AN DIE CHP"

Während die Wahlen näher rücken, stellt sich die Frage, welchen Fahrplan die Opposition verfolgen wird. Der Karar-Kolumnist Mehmet Ocaktan kommentierte in seinem heutigen Artikel die Entscheidung der İYİ-Partei, ohne Bündnis an den Kommunalwahlen teilzunehmen, wie folgt: „Mit der Zeit hat sich gezeigt, dass diese Haltung der İYİ-Partei kein ‚Bluff‘ ist, sondern die Bedeutung einer offenen roten Karte an die CHP hat. Auch wenn man bei den Entscheidungen von Politikern immer einen gewissen Spielraum für Vorsicht einplanen muss, scheint es nach einer solch scharfen Haltung, die Akşener selbst bindet, kaum möglich, dass sie davon abrückt.“ 

Ocaktan äußerte in seinem Artikel zudem folgende Ansichten:

„Zweifellos können wir Akşeners Sorgen, dass das Bündnis ihrer Partei schade, nicht ignorieren. Doch um eine konkretere Realität zu unterstreichen: Wenn es in der Politik nicht zu einem wundersamen Erdbeben kommt, ist es für die İYİ-Partei, die über einen Stimmenanteil von zehn Prozent verfügt, keineswegs so einfach, wie man vielleicht denkt, in Großstädten sowie in bestimmten Provinzen und Bezirken die Bürgermeisterwahlen zu gewinnen.

Sollte Akşener in Istanbul und Ankara eigene Kandidaten aufstellen und die Regierung diese Städte gewinnen, könnte die oppositionelle Wählerschaft die İYİ-Partei dafür verantwortlich machen, dass sie den Sieg der Opposition verhindert hat.

Eine weitere Tatsache, die nicht vergessen werden darf, ist folgende: Der Stimmenanteil der İYİ-Partei bei den Wahlen vom 14. Mai in Istanbul lag bei etwa 8 Prozent. Natürlich erscheint es bei diesem Stimmenanteil mathematisch kaum möglich, dass die İYİ-Partei Istanbul gewinnt, sofern kein Wunder geschieht.“

Für den vollständigen Artikel klicken Sie hier