Palmöl bei Seminar in Istanbul gelobt! Umweltprobleme ignoriert

Bei einem vom Malaysischen Palmölrat in Istanbul organisierten Seminar wurden die wirtschaftlichen Erträge von Palmöl und seinen Derivaten hervorgehoben, während Diskussionen über Entwaldung, den Verlust der biologischen Vielfalt und Nachhaltigkeit ignoriert wurden.

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Der Malaysische Palmölrat (MPOC) hat bei einem Seminar in Istanbul die Position von Palmöl und seinen Derivaten auf dem türkischen Markt sowie deren zukünftiges Wachstumspotenzial erörtert. Die Präsentationen und Reden auf dem Seminar ignorierten jedoch die schwerwiegenden ökologischen und sozialen Schäden von Palmöl und wirkten fast wie eine Lobeshymne.

Während der Veranstaltung wurde der Einsatz von Oleochemikalien auf Palmölbasis in Kosmetika, Körperpflege- und Haushaltsreinigungsprodukten gelobt und den Teilnehmern die Prognose vermittelt, dass dieser Markt bis zum Jahr 2034 ein Volumen von 8,2 Milliarden Dollar erreichen werde. Dass die Menge des von der Türkei aus Malaysia importierten Palmöls im Jahr 2024 um 2,6 % auf 905.000 Tonnen gestiegen ist, wurde als großer Erfolg präsentiert. Dabei bedeutet dieser Anstieg auch, dass die Abhängigkeit von Palmöl und die damit verbundenen Umweltprobleme zunehmen.

DIE DUNKLE SEITE DES PALMÖLS

Die weltweit expandierende Palmölindustrie ist eine der Hauptursachen für die Entwaldung, insbesondere in Südostasien. Um Ölpalmenplantagen anzulegen, werden in Ländern wie Indonesien und Malaysia Millionen Hektar Regenwald vernichtet. Dies verschärft nicht nur die Klimakrise, sondern zerstört auch die natürlichen Lebensräume vieler vom Aussterben bedrohter Tierarten wie Orang-Utans, Tiger und Nashörner.