Prof. Dr. Duran Bülbül zur Migrationsfrage: Die politische Führung begeht ein Verbrechen

Prof. Dr. Duran Bülbül kritisierte die Migrationspolitik der Regierung sowie die Unzulänglichkeit der Opposition und erklärte: „Die heutige Wirtschaftskrise hat ihre Wurzeln in dieser Migration. Natürlich gibt es eine Krise des Wirtschaftsmodells der Regierung, aber diese Faktoren haben sie zusätzlich befeuert.“

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Prof. Dr. Duran Bülbül war zu Gast in der Sendung Anında Manşet, die auf TELE1 ausgestrahlt wurde. Bülbül äußerte sich zur „Politik der offenen Tür“ der Regierung und bewertete die Große Nationalversammlung der Türkei (TBMM) als unzureichend bei der Bewältigung dieses Problems.

Bülbül erklärte: „Der Weg zur Lösung dieses Problems führt über eine klare Haltung des politischen Willens. Das Parlament müsste dies zur Rechenschaft ziehen, doch das Parlament besitzt einen solchen Willen nicht.“

„DIES IST EIN WEITERER GRUND FÜR DIE VERARMUNG“

Bülbüls Einschätzungen zur „Migrationskrise“ lauten wie folgt:

„Das Grundproblem ist folgendes: Weder nach internationalen Normen noch nach den Gesetzen in der Türkei hatten sie jemals den Status von Migranten. Es handelt sich um Eindringlinge, um illegale Personen. Es ist sicher, dass ihre Zahl in der Türkei über 13 Millionen liegt. Zeitweise ist sogar von 16 Millionen die Rede. Die heutige Wirtschaftskrise hat ihre Wurzeln in dieser Migration. Natürlich gibt es eine Krise des Wirtschaftsmodells der Regierung, aber diese Faktoren haben sie zusätzlich befeuert. Weder internationale Mächte noch die politische Führung finanzieren diese Menschen. In der Türkei wird die Finanzierung der Migranten vom türkischen Volk getragen. Wir finanzieren sie jährlich mit etwa 500 Dollar aus unserem eigenen Haushalt. Dies ist einer der Gründe für die Verarmung.

Dies ist eine bewusste Entscheidung der politischen Führung. Es heißt zwar, die Europäische Union habe dies verlangt, aber die Regierung hat das sozioökonomische Gleichgewicht der Türkei bewusst gestört. Wir erfahren erst dann, dass diese Migranten illegal im Land sind, wenn sie in einen Vorfall verwickelt werden. Ansonsten kommen sie absolut nicht zum Vorschein. Beachten Sie, dass selbst das Parlament heute nicht weiß, wie viele Migranten gekommen sind. Allein im Stadtkrankenhaus in Ankara wurden scheinbar fünfeinhalb Millionen Menschen behandelt. Davon entfallen zweieinhalb Millionen auf Migranten.

„DIE TBMM VERRÄT DAS ERBE ATATÜRKS“

Der Weg zur Lösung dieses Problems führt über eine klare Haltung des politischen Willens. Nichts davon ist ein Zufall. Die Türkei wird sich ernsthaft in Richtung innerer Unruhen und eines anderen Prozesses entwickeln. Artikel 174 der Verfassung besagt, dass alle Revolutionsgesetze unter dem Schutz der Verfassung stehen, und es ist die politische Führung, die diesen Schutz gewährleisten muss. In diesem Sinne begeht die politische Führung ein Verbrechen. Das Parlament müsste dies zur Rechenschaft ziehen, doch das Parlament besitzt einen solchen Willen nicht. Die TBMM verrät in diesem Sinne das Erbe Atatürks.“