Prof. Dr. Gökhan Arslan analysiert: 'Wenn man es als Arbeitsunfall einstuft, sitzt man nicht lange'

Es wurde bekannt gegeben, dass das Feuer im Nachtclub 'Masquerade' während illegaler Umbauarbeiten ohne Genehmigung ausgebrochen ist.

12punto

Im Rahmen der von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft eingeleiteten Ermittlungen zu dem Brand, der während Umbauarbeiten im Nachtclub Masquerade im Untergeschoss eines 16-stöckigen Gebäudes in der Gönenoğlu-Straße im Stadtviertel Esentepe (Gayrettepe, Yıldız-Posta-Straße) ausgebrochen war, wurden 8 Personen festgenommen, darunter der verantwortliche Geschäftsführer, 2 Geschäftspartner, der Buchhalter, der Betriebsleiter sowie der für die Metallarbeiten während des Umbaus zuständige Mitarbeiter.

Dass sich der Nachtclub inmitten eines Wohnviertels befand, hatte für Aufsehen gesorgt. 12punto-Autor Prof. Dr. Gökhan Arslan weist auf den Stadtteilvorsteher (Muhtar) hin. Arslans Beitrag lautet wie folgt:

Die Nachricht von dem Brand in dem 16-stöckigen Gebäude in Gayrettepe schmerzt uns zutiefst. Wir haben bei dem Feuer, das während der Umbauarbeiten ausbrach, Menschen verloren.

Die Zahl ist erschreckend hoch.

Als ich diese Nachrichten und Bilder sah, dachte ich, dass da wohl etwas nicht stimmen kann.

In einem Wohnviertel, in dem ein 16-stöckiges Gebäude steht, gab es ausgerechnet im Keller dieses Gebäudes einen Nachtclub.

Wenn man die Namen der Geschäftsinhaber bei Google eingibt, sind die Ergebnisse bereits wenig erfreulich.

Genauso verhält es sich, wenn man den Namen des Nachtclubs bei Google eingibt; die Berichte sind sehr merkwürdig.

Unter einem 16-stöckigen Gebäude, in dem Familien mit Kindern leben, haben sie einen zwielichtigen Laden eröffnet. Sie haben dort alle Arten von illegalen Geschäften betrieben.

Und das seit Jahren.

Sogar 2018 wurde die Lizenz erneuert.

Wer hat sie erneuert?

Als Gegenleistung für was wurde sie erneuert?

Wie dem auch sei, das dürfte mittlerweile jeder verstanden haben.

Wir haben es verstanden, aber wie konnten die Familien, die in diesem Wohnhaus und in diesem Viertel leben, das zulassen?

Welche Haltung hat der Stadtteilvorsteher eingenommen?

Hat er von dem System profitiert oder hat er bei den zuständigen Behörden einen Antrag gestellt, diesen zwielichtigen, abscheulichen Ort zu schließen?

Die Hausverwalter,

Sind auch sie zu einem Rädchen im System geworden?

Haben auch die lokalen Größen des Viertels zu diesem Schmutz in ihrer Nachbarschaft geschwiegen?

Oder hat niemand eingegriffen, weil alle zufrieden waren?

Aber stempeln Sie es einfach als Arbeitsunfall auf einer Baustelle ab.

Da gibt es ohnehin keine lange Haftstrafe.