Rücktrittsaufforderung an Türk-İş... Sie hat die Arbeiter und Werktätigen im Stich gelassen!

Nach der jüngsten Festlegung des Mindestlohns und den darauffolgenden Diskussionen über Lohnsteigerungen richtet sich die Kritik gegen die Führung von Türk-İş. Nun äußert sich auch der ehemalige Gewerkschaftsfunktionär und Politiker Cevdet Selvi kritisch.

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In einer schriftlichen Erklärung forderte Selvi die Führung von Türk-İş zum Rücktritt auf und warf dem Dachverband vor, die Arbeiter, die Arbeit und die Werktätigen nicht zu unterstützen.

In seiner Stellungnahme betonte der ehemalige Vorsitzende der zur Türk-İş gehörenden Gewerkschaft Petrol-İş, der ehemalige stellvertretende Vorsitzende der CHP und ehemalige Abgeordnete Selvi: „Türk-İş ist die größte organisierte Gemeinschaft der Türkei.“ Er führte weiter aus:

„Die Not, die Arbeiter, Beamte, Rentner und alle, die von ihrer Hände Arbeit leben, heute erleiden, rührt daher, dass sie sich nicht für sie einsetzt. In den Zeiten vor der AKP-Regierung stellten die Gewerkschaften in der Türkei die größte Opposition dar und verteidigten die Rechte der Werktätigen. Tatsächlich wurden trotz aller Repressionen nach dem 12. September die größten Demonstrationen zur Wahrung von Rechten und Streiks von den Türk-İş angeschlossenen Gewerkschaften organisiert. Der Kampf um die bestmöglichen Rechte zugunsten der Arbeitnehmer, einschließlich aller sozialen Ansprüche, wurde bis zum Ende geführt.“

„RECHTE WERDEN NICHT GEGEBEN, SONDERN ERKÄMPFT“

„Wenn man das Ganze betrachtet, ist der Grund für all die heutigen Schwierigkeiten genau das: dass Türk-İş die Arbeitnehmerschaft im Stich gelassen hat und schweigt!

Es muss klar sein, dass Arbeiter, Beamte, Rentner und alle Werktätigen den Grundsatz verinnerlicht haben: ‚Rechte werden nicht gegeben, sondern erkämpft‘.

Wir brauchen eine entschlossene Führung bei Türk-İş, die uns vertritt, unsere Rechte einfordert, Verantwortung übernimmt und sich aktiv einbringt; der Weg hierfür muss unverzüglich freigemacht werden.“