Seit 2,5 Jahren kein Urteil! „Ahmak“-Akte liegt auf Eis, Mordfall auf dem Tisch

Während der „Ahmak“-Prozess gegen Ekrem İmamoğlu seit 2,5 Jahren beim Berufungsgericht liegt, wurde das Urteil im Mordfall Sinan Ateş im Eiltempo bestätigt. Rechtsanwalt Dr. Mehmet Ruşen Gültekin kritisierte die Doppelmoral der Justiz und erklärte: „Von wegen die Justiz sei nicht politisiert...“

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In der Türkei, wo die Unabhängigkeit und Unparteilichkeit der Justiz im Zentrum der Debatten stehen, haben die Tatsache, dass die Akte von Ekrem İmamoğlu seit Jahren in der Berufung feststeckt, während der Fall Sinan Ateş im Eiltempo abgeschlossen wurde, für Empörung gesorgt.

Rechtsanwalt Dr. Mehmet Ruşen Gültekin machte in einem Beitrag auf seinem Social-Media-Konto auf diesen Widerspruch aufmerksam.

Gültekin kritisierte die Situation mit den Worten „Von wegen die Justiz sei nicht politisiert...“ und erinnerte daran, dass der „Ahmak“-Prozess gegen den Bürgermeister von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, der 2019 begann und am 14. Dezember 2022 in die Berufung ging, immer noch nicht abgeschlossen ist. Im Rahmen dieses Verfahrens war İmamoğlu zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren, 7 Monaten und 15 Tagen sowie einem politischen Betätigungsverbot verurteilt worden.


Im Zentrum von Gültekins Kritik steht, dass das Urteil zum Attentat auf Sinan Ateş, das im Dezember 2022 verübt wurde und in der Öffentlichkeit für großes Aufsehen sorgte, vom Berufungsgericht in kürzester Zeit bestätigt wurde, während die andere Akte seit fast drei Jahren auf Eis liegt. Dabei enthielt der Fall sogar lebenslange Haftstrafen.