Absage des CHP-Parteitags in Istanbul erschüttert die Märkte
Die Absage des CHP-Provinzparteitags in Istanbul hat zu Schwankungen an den Finanzmärkten geführt. Während die Aktien an der Borsa Istanbul fielen, stiegen die Wechselkurse und Anleiherenditen.
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Die Entscheidung des Gerichts, den CHP-Provinzparteitag in Istanbul für ungültig zu erklären und die amtierende Führung abzusetzen, löste eine plötzliche Reaktion an den Märkten aus. Diese Entwicklung führte zu Kursverlusten an der Borsa Istanbul und sorgte für Unruhe an den Devisen- und Anleihemärkten. Während die Renditen zweijähriger Staatsanleihen stiegen, kletterte auch die fünfjährige Kreditrisikoprämie (CDS), was auf eine Verschlechterung der Risikowahrnehmung an den Märkten hindeutet.
Tufan Cömert, Stratege bei BBVA in London, erklärte: "Diese Entscheidung hat die Märkte wieder an politische Risiken erinnert, die im Sommer in Vergessenheit geraten waren, aber für September auf der Agenda standen." Während Gürsel Tekin zum neuen Provinzvorsitzenden der CHP ernannt wurde, wird darauf hingewiesen, dass die Partei in letzter Zeit zunehmend unter juristischem Druck steht. Die laufenden Verfahren gegen den Istanbuler Bürgermeister Ekrem İmamoğlu und andere CHP-Mitglieder bringen die Partei in eine schwierige Lage. Die kritischste Anhörung findet am 15. September statt, bei der über die mögliche Annullierung des CHP-Parteitags von 2023 debattiert wird. Sollte das Gericht eine Annullierung beschließen, könnte auch das Amt des CHP-Vorsitzenden Özgür Özel gefährdet sein.
In der Vergangenheit hatte die Verhaftung von Ekrem İmamoğlu im März zu Erschütterungen an den Märkten geführt, die Türkische Lira verlor an Wert und die Zentralbank sah sich gezwungen, die Zinsen zu erhöhen. Seit diesem Zeitpunkt bleiben türkische Vermögenswerte anfällig für politische Entwicklungen.