Appell von Ahmet Davutoğlu an islamische Staats- und Regierungschefs: Weisen Sie Netanjahu in die Schranken
Der Vorsitzende der Gelecek-Partei, Ahmet Davutoğlu, sprach bei der Fraktionssitzung in der Großen Nationalversammlung der Türkei. Dabei äußerte er Kritik an dem Treffen der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) in der saudi-arabischen Stadt Dschidda.
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Der Vorsitzende der Gelecek-Partei, Ahmet Davutoğlu, hielt eine Rede bei der Fraktionssitzung in der Großen Nationalversammlung der Türkei.
Davutoğlu erklärte, man habe nach dem Treffen auf eine Entscheidung gewartet, und sagte: "Als wir die OIC-Erklärung lasen, muss ich es offen sagen: Ich habe keine Enttäuschung, sondern Scham empfunden. Die Erklärung enthält zwei Dinge. Erstens eine Beobachtung; das heißt, sie beobachten die Lage wie alle Menschen auf der Welt. Sie stellen die begangenen Gräueltaten fest, das ist richtig. Zweitens ein Appell. Wissen Sie, an wen der Appell gerichtet ist? Ein Appell an die Vereinten Nationen, ein Appell an die Menschheit, ein Appell an verschiedene Institutionen. Aber was werdet ihr tun? Welche Entscheidung habt ihr um Himmels willen getroffen? Der Herr Staatspräsident sagt, als hätte er auf dem Weg einen großen Sieg errungen: 'Wir haben wichtige Entscheidungen getroffen.' Lesen Sie den gesamten Text, es ist nichts weiter als eine diplomatische Textformulierung", sagte er.
"WO IST EUER MUT?"
Davutoğlu fuhr in seiner Rede mit folgenden Worten fort:
"Ich habe hier gesagt, was ihr tun solltet. Sagt, dass ihr alle Normalisierungsbeziehungen einfrieren werdet. Haben sie das getan? Nein. Im Gegenteil, Netanjahu kehrte zurück und bedrohte die arabischen Staats- und Regierungschefs. 'Ihr werdet auch nicht an euren Plätzen bleiben können', sagte er. Ein totes palästinensisches Kind sagt ihnen Folgendes: 'Es ist besser, wie wir mit einem kleinen Körper ins Jenseits zu gehen, als feige Anführer wie ihr zu sein.' Ich rufe die islamischen Staats- und Regierungschefs auf, die Angst vor Netanjahus Drohungen haben: Ihr seid für dieses Klima der Angst verantwortlich. Wo ist euer Mut? Warum weist ihr Netanjahu nicht mit einer gemeinsamen Erklärung in die Schranken?"