Ahmet Davutoğlu appelliert an Erdoğan: „Wir sind an einem Punkt, an dem die Debatten enden müssen“

Der Vorsitzende der Gelecek-Partei, Ahmet Davutoğlu, hat im Rahmen seiner diplomatischen Bemühungen um einen Waffenstillstand in Gaza einen Appell an den AKP-Vorsitzenden und Präsidenten Erdoğan gerichtet. Davutoğlu erklärte: „Wir sind an einem Punkt, an dem die Debatten enden müssen“.

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Während die Konflikte zwischen Israel und der Hamas andauern, nimmt die Spannung in der Region weiter zu.

Um die Spannungen zumindest ein wenig zu lindern, setzt der Vorsitzende der Gelecek-Partei, Ahmet Davutoğlu, seine diplomatischen Bemühungen fort. Er traf sich mit dem Botschafter Brasiliens in Ankara, Carlos Martins Ceglia, dessen Land derzeit den Vorsitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen innehat, und erörterte die Entwicklungen in Gaza.

Nach dem Treffen gab Davutoğlu eine Presseerklärung ab, in der er betonte, dass die Spannungen in der Region weiter eskalierten und verschiedene Länder ihre Kriegsschiffe in das östliche Mittelmeer entsandten. Er forderte ein gemeinsames Handeln.

Davutoğlu erklärte, dass auch die Warnungen von Devlet Bahçeli in diesem Licht betrachtet werden sollten, und richtete einen Appell an Erdoğan.

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Die wichtigsten Punkte aus der Rede von Ahmet Davutoğlu lauten wie folgt:

„Wir führen diplomatische Gespräche, um so schnell wie möglich einen Waffenstillstand in Gaza zu erreichen. Zudem haben wir dem Herrn Botschafter einen Brief für den brasilianischen Präsidenten Lula da Silva übergeben, in dem wir die Haltung Brasiliens im UN-Sicherheitsrat würdigen und unsere Ansichten zur Lösung des Problems darlegen.

Wir müssen bei der Sitzung des UN-Sicherheitsrates auf Ministerebene vertreten sein. Wenn die chinesische, die amerikanische, die russische und die britische Marine im Mittelmeer präsent sind, muss die Türkei eine groß angelegte Planung einleiten. Ich denke, dass Herr Bahçeli genau das alles meint.

Wir müssen kleine Differenzen vergessen. Ich werde auch Herrn Erdoğan um einen Termin bitten. Wir können intern jede Art von Debatte führen, aber wenn es um Palästina geht, wenn es um Jerusalem geht, wenn es um die Al-Aqsa-Moschee geht, dann sind wir an einem Punkt, an dem die internen Debatten beendet werden müssen...

Ich hoffe, dass Herr Erdoğan die Hand, die er bisher jedem gereicht hat, auch dem Politiker nicht verwehrt, der eine Fraktion im Parlament hat und mit dem er diese Themen früher gemeinsam bewältigt hat. Heute ist der Tag, um zu sprechen und gemeinsam zu handeln.

Aufgrund der Truppenansammlungen im östlichen Mittelmeer ist es notwendig, sich auf einen nationalen Konsens zu einigen und die Unterschiede in der Türkei zu vergessen, um in einem gemeinsamen Rahmen zusammenzukommen. Das humanitäre Völkerrecht ist keine Frage der Wahl.“