Projekt für 'Iftar im Ausland' von AKP-Bürgermeister! Kritik wächst, Stellungnahme folgt

Die Entscheidung des Bürgermeisters von Sultangazi, Abdurrahman Dursun, Iftar-Veranstaltungen im Ausland zu organisieren, stieß auf heftige Kritik. In einer nach der Kritik veröffentlichten Erklärung wurde mitgeteilt, dass das Budget für die Organisation nicht aus der Gemeindekasse stamme, sondern von Wohltätern finanziert werde.

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Der AKP-Bürgermeister von Sultangazi, Abdurrahman Dursun, hat ein Projekt initiiert, das für Diskussionen sorgt. Dursun traf die Entscheidung, Iftar-Veranstaltungen im Ausland zu organisieren.


GENEHMIGUNG VOM GEMEINDERAT EINGEHOLT

In der März-Sitzung des Gemeinderats von Sultangazi wurde ein Antrag vorgelegt, der die Unterschrift von Bürgermeister Abdurrahman Dursun trug. Laut einem Bericht von İsmail Arı von BirGün wurde in dem besagten Antrag erklärt, dass Gemeinderatsmitglieder zu Iftar-Programmen ins Ausland mitgenommen werden sollen und hierfür eine Genehmigung des Gemeinderats zur Ausstellung von Dienstpässen (graue Pässe) erforderlich sei. Nach der Abstimmung wurde der Antrag auf Ausstellung der Dienstpässe vom Gemeinderat angenommen.

BUDGET WIRD VON DER GEMEINDE GETRAGEN

Das Genehmigungsschreiben von AKP-Bürgermeister Abdurrahman Dursun bezüglich des Auslandsprogramms wurde zugänglich gemacht. In dem Dokument wird angegeben, dass die Gemeinde Iftar-Programme in Balkanländern, insbesondere in Griechenland und Bulgarien, organisieren werde und die Ausgaben für diese Veranstaltungen aus dem Gemeindebudget gedeckt würden. Zudem wurde erklärt, dass Gemeinderatsmitglieder und Gemeindeverwalter mit Dienstpässen an diesen Programmen teilnehmen würden.


In dem Schreiben, das die Unterschrift von Bürgermeister Abdurrahman Dursun trägt, heißt es:

Es ist geplant, im Jahr 2025 technische Untersuchungen durchzuführen, um Beispiele für technologische Infrastrukturen und intelligente Designs in europäischen Ländern zu prüfen und Möglichkeiten der interkommunalen Zusammenarbeit zu ermitteln, sowie während des Ramadan gemeinsame Iftar-Veranstaltungen und Programme in Balkanländern, insbesondere in Bulgarien und Griechenland, zu organisieren.


Ich unterbreite Ihnen hiermit mein Schreiben und dessen Anlagen zur Weiterleitung an den Gemeinderat, damit im Rahmen der einschlägigen Bestimmungen des Gesetzes Nr. 5393 eine Entscheidung darüber getroffen wird, dass die Kosten für die zu organisierenden Programme aus dem Gemeindebudget gedeckt werden und unsere in der beigefügten Liste aufgeführten Gemeinderatsmitglieder beauftragt werden.


STELLUNGNAHME DER GEMEINDE NACH DER KRITIK

Die Gemeinde Sultangazi gab eine Information zu dem Thema heraus. Es wurde erklärt, dass das Budget für die Iftar-Veranstaltungen in Griechenland und Bulgarien nicht von der Gemeinde stamme, sondern von Geschäftsleuten und Wohltätern finanziert werde und die Gemeinde Sultangazi lediglich als Vermittler fungiere.

Weiterhin wurde von der Gemeinde Sultangazi mitgeteilt, dass das Ziel darin bestehe, nationale und spirituelle Werte zu bewahren und Iftar-Veranstaltungen mit den dort lebenden Türken durchzuführen.