Ali Babacan kündigt Präsidentschaftskandidatur an: Tür für vorgezogene Wahlen geschlossen

Der Vorsitzende der DEVA-Partei, Ali Babacan, hat in einer Live-Sendung seine Kandidatur für das Präsidentenamt bekannt gegeben. Babacan erklärte: „Jeder Parteivorsitzende ist ein natürlicher Präsidentschaftskandidat. Wenn ein Parteivorsitzender sagt: ‚Ich bin kein Kandidat‘, dann verliert diese Partei ihren Anspruch. Als Vorsitzender der DEVA-Partei bin ich der natürliche Kandidat. Ich erkläre hiermit, dass ich der Präsidentschaftskandidat meiner Partei bin.“ Babacan äußerte sich zudem zu vorgezogenen Neuwahlen.

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Der Vorsitzende der DEVA-Partei, Ali Babacan, war zu Gast bei Yeniçağ TV in der von Orhan Uğuroğlu moderierten Sendung „Kırmızı Koltuk“ und machte dort wichtige Aussagen. Während Babacan seine Präsidentschaftskandidatur bekannt gab, übte er zudem Kritik an den wirtschaftlichen Problemen und der Regierungspolitik.

JEDER PARTEIFÜHRER IST EIN PRÄSIDENTSCHAFTSKANDIDAT

Zu seiner Präsidentschaftskandidatur sagte Babacan Folgendes:

„Jeder Parteivorsitzende ist ein natürlicher Präsidentschaftskandidat. Wenn ein Parteivorsitzender sagt: ‚Ich bin kein Kandidat‘, dann verliert diese Partei ihren Anspruch. Als Vorsitzender der DEVA-Partei bin ich der natürliche Kandidat. Ich erkläre hiermit, dass ich der Präsidentschaftskandidat meiner Partei bin.“

KRITIK AM MINDESTLOHN

Babacan erklärte, dass sich die politischen Parteien beim Thema Mindestlohn quasi in einem Bieterwettstreit befänden, und fügte hinzu:

„Der Mindestlohn und die Renten sollten auf Basis der tatsächlichen Inflation und eines Wohlfahrtsanteils festgelegt werden. Dies sollte jedoch nicht mit den irreführenden Inflationsdaten des TÜİK berechnet werden, sondern mit der realen Inflation. Die von Türk-İş bekannt gegebene Armutsgrenze hat die 20.000-Lira-Marke überschritten, doch der Mindestlohn liegt immer noch bei 17.000 Lira. Keine Zwischenerhöhung vorzunehmen, bedeutet, sich an den Rechten der Menschen zu vergreifen.“

BABACANS ÄUSSERUNGEN ZU GLÜCKSSPIEL UND ZINSEN 

Babacan wies darauf hin, dass Kinder über ihre Mobiltelefone leicht Zugang zu Glücksspiel hätten, und sagte: „Wenn die Regierung soziale Medienplattformen sperren kann, kann sie auch Wett- und Glücksspielseiten sperren. Wenn sie jedoch in dieser Hinsicht keine Schritte unternimmt, könnten Interessenkonflikte bestehen.“ Babacan bezeichnete es zudem als inkonsequent, dass die Regierung, die religiöse Gründe für ihre Zinspolitik anführe, beim Thema Glücksspiel schweige.

TÜR FÜR VORGEZOGENE WAHLEN GESCHLOSSEN 

Babacan wies darauf hin, dass Präsident Erdoğan durch eine Entscheidung für vorgezogene Wahlen erneut kandidieren könnte, und sagte: „Zum jetzigen Zeitpunkt ist es uns nicht möglich, eine Entscheidung für vorgezogene Wahlen zu unterstützen.“ Die Forderungen, Öcalan in das Parlament zu bringen, kritisierte er mit den Worten: „Das ist politisches Theater. Politik muss mit Wahrheit und Aufrichtigkeit betrieben werden.“