Allianz-Aufruf von Özdağ: Alle Augen auf Dervişoğlu gerichtet!
Nachdem Ümit Özdağ der İYİ Parti die Tür für ein Wahlbündnis offen gelassen hat, richtet sich die Aufmerksamkeit auf den Parteivorsitzenden Müsavat Dervişoğlu. Dervişoğlu erklärte, dass Diskussionen über Bündnisse verfrüht seien und eine solche Entscheidung nicht im Alleingang getroffen werden könne.
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In der politischen Agenda, in der die Wahldebatten an Intensität gewinnen, werden mögliche Bündnisszenarien zwischen den Parteien erneut diskutiert. Während Forderungen nach vorgezogenen Neuwahlen in jüngster Zeit häufig in Meinungsumfragen, Straßenumfragen und sozialen Medien geäußert werden, stehen auch die möglichen Wahlstrategien der politischen Parteien im Fokus.
Bei der Bewertung der Erklärungen der Parteien wird deutlich, dass eine Neuauflage der „Millet İttifakı“ (Nationsbündnis) bei der nächsten Wahl, zumindest in der bisherigen Form mit der Cumhuriyet Halk Partisi (CHP), als schwierig angesehen wird. Es gibt Einschätzungen, dass einige Parteien außerhalb der CHP möglicherweise auf der Suche nach einem anderen politischen Zusammenschluss sein könnten.
In der Türkei hat sich bisher kein Bild ergeben, in dem nationalistische Parteien während der Regierungszeit der Adalet ve Kalkınma Partisi (AKP) in einem gemeinsamen Wahlbündnis angetreten sind.
In jüngsten Meinungsumfragen wurden den Wählern jedoch Fragen dazu gestellt, wie sie zu einem Bündnis stehen würden, in dem nationalistische Parteien zusammenkommen.
Nach diesen Diskussionen rückten auch die Äußerungen zu Bündnissen vonseiten der nationalistischen Parteien in den Mittelpunkt. Ümit Özdağ hatte kürzlich in einem Interview mit T24 erklärt, dass die Zafer Partisi für ein Bündnis mit der İYİ Parti offen sei.
DERVİŞOĞLU: ICH KANN DAS NICHT ALLEINE ENTSCHEIDEN
Nach diesen Äußerungen von Özdağ richteten sich die Augen in den politischen Kulissen auf Müsavat Dervişoğlu.
Dervişoğlu, der bei einem Iftar-Programm Fragen von Journalisten beantwortete, sagte, es sei nicht richtig, solche Themen vorzeitig zu diskutieren.
Dervişoğlu äußerte sich wie folgt: „Entscheidungen darüber, mit wem ein Bündnis eingegangen wird oder ob überhaupt eines eingegangen wird, sind keine Entscheidungen, die ich alleine treffen kann. Ich bin dafür, Themen, die meine Partei und mein Land betreffen, in den höchsten Gremien der Partei zu besprechen und zu diskutieren.“
Zudem stellte er klar, dass er seit den letzten Wahlen keine Bündnisgespräche mit irgendeiner Partei geführt habe.
Dervişoğlu erklärte, dass der Stimmenanteil seiner Partei laut den jüngsten Meinungsumfragen im Bereich von 8 bis 9 Prozent liege.
Dervişoğlu betonte, dass dieses Niveau für das derzeitige Wahlsystem nicht ausreiche und dass dieser Stimmenanteil weder für die Partei noch für das Land die gewünschten Ergebnisse liefern werde.
„POLITISCHE GLEICHUNG MUSS GESCHAFFEN WERDEN“
Dervişoğlu sagte: „9 Prozent nützen weder uns noch der Türkei etwas“ und betonte, dass eine politische Gleichung geschaffen werden müsse, die eine Mehrheit im Parlament sichern könne.