Antwort auf den angeblichen Plan der AKP für ein Verfassungsreferendum kommt vom ehemaligen Partner
Der Vorsitzende der Yeniden Refah Partisi, Fatih Erbakan, äußerte sich zu den Behauptungen, die AKP plane für das Jahr 2026 ein Verfassungsreferendum. Erbakan betonte, dass das Referendum in Form einer Volksabstimmung durchgeführt werden sollte.
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Fatih Erbakan teilte vor dem Treffen der Provinzvorsitzenden seiner Partei seine Ansichten zu den Behauptungen des ehemaligen AKP-Abgeordneten Şamil Tayyar mit, wonach im Jahr 2026 ein Verfassungsreferendum stattfinden soll.
Erbakan betonte, dass das Thema Referendum durch eine Volksabstimmung geklärt werden müsse, und sagte: "Wir sind dafür, dass man zum Volk geht und es fragt. Wir halten es für demokratischer und angemessener, wenn das Parlament eine Entscheidung trifft und diese Verfassungsänderung anschließend vom Volk bestätigt wird."
REAKTION AUF TRUMP: "SIE BEKOMMEN ALLES, WAS SIE WOLLEN"
Zu einem anderen aktuellen Thema äußerte Erbakan scharfe Kritik am US-Präsidenten Trump: "Wir sehen, dass die USA alles bekommen, was sie wollen, während wir nichts erreichen. Danach hat Trump den Stuhl des Herrn Präsidenten festgehalten... Heute ist es für die Koalition aus AKP und MHP nicht mehr möglich, sich den Forderungen globaler Mächte zu widersetzen." Erbakan erklärte, dass ein Wandel nur durch einen Regierungswechsel möglich sei.
KRITIK AN DER JUSTIZ
Erbakan wies zudem auf den Rückfall der Türkei im Ranking zur Rechtsstaatlichkeit hin. Unter Berufung auf Daten des World Justice Project (WJP) stellte Erbakan fest, dass die Türkei unter 142 Ländern auf den 117. Platz abgerutscht sei: "Länder wie Angola, Niger, Madagaskar, Russland und Honduras liegen vor der Türkei. Im Namen der AKP kommt das Wort Gerechtigkeit vor, aber nach 23 Jahren ist von Gerechtigkeit keine Spur mehr übrig." Erbakan betonte: "Die Regierung ist müde, hilflos und zur Quelle der Probleme geworden. Ein dringender Wandel ist erforderlich, und dieser Wandel muss im Sinne der 'Milli Görüş' erfolgen."
FOTO-DEBATTE
Fatih Erbakan äußerte sich auch zu dem Foto, das Präsident Erdoğan gemeinsam mit anderen politischen Führern in der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) zeigt. Erbakan sagte: "Dort entstand eine Situation, die man sozusagen als spontan bezeichnen kann. Wir haben dem Herrn Präsidenten unsere Glückwünsche übermittelt und ihm die Hand geschüttelt. Man muss die Anwesenheit des Präsidenten bei den anderen dort sitzenden Führern beim Verlassen des Saals richtig einordnen. Dies ist kein Vorbote für irgendein Bündnis."