Antwort der DEM-Partei auf Devlet Bahçelis Kritik an 'maximalistischen Forderungen': 10 Punkte aufgelistet!
Der Ko-Vorsitzende der DEM-Partei, Tuncer Bakırhan, reagierte auf die Kritik des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli an „maximalistischen Forderungen“ und legte eine Liste mit 10 Punkten vor.
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Der Ko-Vorsitzende der DEM-Partei, Tuncer Bakırhan, antwortete auf die Äußerungen des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli, man müsse „vermeiden, maximalistische Forderungen auf die Tagesordnung zu setzen“. Bakırhan betonte, dass die Forderungen der DEM-Partei für die gesamte Türkei bestimmt seien, und erklärte: „Die DEM-Partei bemüht sich, die Grundpfeiler für Gerechtigkeit, Freiheit und Gleichheit für jeden Bürger zu errichten, der in diesem Land lebt.“
10 KONKRETE FORDERUNGEN
Bakırhan listete die konkreten Forderungen seiner Partei wie folgt auf:
Das Recht auf verfassungsmäßige Staatsbürgerschaft mit einem gleichberechtigten Blickwinkel für alle.
Die Gewährleistung der Rechtsstaatlichkeit anstelle von Willkür.
Die Achtung des Volkswillens anstelle der Einsetzung von Treuhändern (Kayyum).
Ein öffentlicher Raum, in dem Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit ungehindert ausgeübt werden können.
Das Recht auf Bildung in der Muttersprache.
Die Stärkung der lokalen Demokratie und die Berücksichtigung lokaler Entscheidungen.
Dringende Reformen des Anti-Terror-Gesetzes, des türkischen Strafgesetzbuches und des Strafvollzugsgesetzes.
Ein Übergangsgesetz, das auf Wahrheit, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung basiert.
Die Freilassung kranker und politischer Gefangener; Entlastung der Gefängnisse.
Die Rückkehr von Weggefährten, die aus politischen Gründen im Exil leben.
„WELCHE DAVON IST MAXIMALISTISCH?“
Bezüglich Bahçelis Kritik an „maximalistischen Forderungen“ fragte Bakırhan: „Welche der Forderungen, die wir bisher aufgezählt haben, ist übertrieben, abgehoben oder maximalistisch? Keine einzige. Denn dies sind Themen, die in Ländern mit einem Mindestmaß an Demokratie ohnehin obligatorisch sind.“
AUF WESSEN SEITE STEHT DIE DEM-PARTEI?
Auf die häufig gestellte Frage „Auf wessen Seite steht die DEM-Partei?“ antwortete Bakırhan wie folgt:
„Wir stehen auf der Seite des Volkes, der Werktätigen und der Unterdrückten. Wir sind der Atem, die Stimme und der ‚Dritte Weg‘ einer Gesellschaft, die in zwei politische Pole gezwängt werden soll. Unser politischer Verstand sucht sowohl am Verhandlungstisch nach Möglichkeiten als auch auf den Plätzen nach Gerechtigkeit. Beides ist notwendig, legitim und gerechtfertigt.“
Bakırhan fasste ihr Demokratieverständnis mit den Worten zusammen: „Selbst wenn die Regierung wechselt, kann es ohne eine Änderung des Charakters des Regimes keine Transformation geben. In der Türkei haben viele Regierungen gewechselt, aber das Regime hat seinen Charakter beibehalten.“ In der Außenpolitik verteidigte er die Linie des „Dritten Weges“:
„Regionaler Frieden ist nur durch demokratische Verhandlungen und Friedensdiplomatie möglich. Nicht durch das Senden von Waffen oder Soldaten über die Grenze. Wir betreiben weder Politik im Schatten der Regierung, noch sind wir das Anhängsel anderer Parteien. Wir sind ein echter Weg, der Schulter an Schulter mit unserem Volk in Richtung Freiheit, Frieden und Demokratie geht.“
AUFRUF ZU GAZA
Bakırhan ging auch auf den Waffenstillstand in Gaza ein und sagte: „Nach einem langen und schmerzhaften Albtraum wurde in Gaza ein Waffenstillstand ausgerufen. Zehntausende Zivilisten und Tausende Kinder haben ihr Leben verloren. Ein Waffenstillstand ist wichtig; Leben werden gerettet. Doch für einen dauerhaften Frieden ist eine gerechte und umfassende Lösung unerlässlich. Die berechtigten und legitimen Forderungen des palästinensischen Volkes müssen erfüllt werden. Als DEM-Partei werden wir diese Rechte weiterhin verteidigen.“