Antwort von Ahmet Davutoğlu an Devlet Bahçeli: 'Manchmal muss man unbequem sein'
Der Vorsitzende der Gelecek-Partei, Ahmet Davutoğlu, reagierte auf die Kritik des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli mit den Worten: „Manchmal muss man unbequem sein; einen Politiker, der keine Tabus bricht, kann man nicht als Politiker bezeichnen.“
12punto
Der MHP-Vorsitzende Devlet Bahçeli hatte in seiner Rede vor der Fraktion seiner Partei im türkischen Parlament die Äußerungen des Gelecek-Parteichefs Ahmet Davutoğlu, „In der Türkei wird eine vollständige Gleichberechtigung zwischen Kurden, Türken und anderen Gemeinschaften gewährleistet und eine exzellente Beziehung zwischen der Türkei und Kurdistan aufgebaut werden“, mit den Worten kritisiert: „Diese Behauptung und diese Äußerungen haben keinerlei moralische oder objektive Grundlage und sind von Grund auf fehlerhaft und problematisch.“
Bahçeli hatte zudem Folgendes gesagt:
Die Rede, die Herr Ahmet Davutoğlu auf dem 5. Forum für Frieden und Sicherheit im Nahen Osten in der irakischen Stadt Dohuk gehalten hat, hat uns zutiefst beunruhigt.
Der Vorsitzende der Gelecek-Partei, Ahmet Davutoğlu, äußerte sich heute bei der Fraktionssitzung seiner Partei zu diesen Worten Bahçelis.
Davutoğlu erklärte in seiner Rede:
„Herrn Bahçeli wurde meine Rede auf Englisch zugespielt, ich werde ihm nun die türkische Fassung überreichen. Wenn Herr Bahçeli sich den beschreibenden Teil meiner Rede in Dohuk ansieht, wird er feststellen, dass ich fast genau dasselbe gesagt und die Menschen dort mit denselben Worten gewarnt habe.
Im Kontext der globalen Krise...
Aber Herr Bahçeli schaut sich das nicht an. Er kritisiert mich mit diesen zwei Worten:
Seine eigenen Worte... Er sagt, die Rede von Ahmet Davutoğlu auf der Konferenz in der irakischen Stadt Dohuk sei äußerst beunruhigend. Richtig, ich bin nicht dazu verpflichtet, es jemandem bequem zu machen; manchmal muss man sogar unbequem sein.
Einen Politiker, der keine Tabus bricht, kann man nicht als Politiker bezeichnen. Manchmal müssen wir uns unbequem fühlen, damit wir aufstehen.“