Appell von CHP-Vorsitzenden an Kemal Kılıçdaroğlu

Die 81 Provinzvorsitzenden der CHP sind in Ankara zusammengekommen, um auf die Untersuchung zum Parteitag zu reagieren. Sie riefen zur Besonnenheit auf und forderten Kemal Kılıçdaroğlu dazu auf, die aktuelle Parteiführung zu unterstützen.

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Die 81 Provinzvorsitzenden der CHP haben sich in Ankara versammelt, um die eingeleitete Untersuchung zum Parteitag im Zusammenhang mit dem Veränderungsprozess in der Partei zu bewerten. Nach dem Treffen gaben die Vorsitzenden vor der CHP-Parteizentrale eine Erklärung ab und betonten: "Unabhängig davon, welche Entscheidung die politisierte Justiz über unsere Partei treffen mag, werden unsere 81 Provinzvorsitzenden diese Entscheidung nicht anerkennen."

Die Vorsitzenden wandten sich auch an die frühere Parteiführung und erklärten: "In diesen Tagen, in denen unser Land einen zweiten Befreiungskampf führt, ist es unsere gemeinsame Aufgabe, die Belagerung unserer Partei in Einigkeit zu durchbrechen und unsere Partei an die Macht zu führen."

AUFRUF ZUR BESONNENHEIT

Einige Provinzvorsitzende, die angaben, während des Treffens mögliche Szenarien bezüglich der Parteitag-Untersuchung erörtert zu haben, erinnerten daran, dass die Gerichtsverhandlung am 30. Juni stattfinden wird.

Gegenüber der Zeitung Cumhuriyet erklärten die Vorsitzenden: "Egal, wie das Urteil ausfällt, für uns wird das Leben unverändert weitergehen. Selbst wenn eine negative Entscheidung getroffen wird, werden wir diese nicht anerkennen und weiterhin fest an der Seite unserer Führung stehen."

Die Vorsitzenden wiesen darauf hin, dass sie auch den Fall bewertet hätten, dass das Gericht eine Entscheidung treffen könnte, die die vorherige Führung wieder einsetzt, und erklärten: "Wir haben zum Ausdruck gebracht, dass wir auch diese Entscheidung nicht anerkennen werden. Die CHP ist keine Partei, die durch juristische Operationen gestaltet werden kann. Wir haben unseren ehemaligen Parteivorsitzenden Kemal Kılıçdaroğlu dazu aufgerufen, besonnen zu handeln. Herr Kemal sollte an der Seite der gewählten Parteiführung stehen."

Die Vorsitzenden betonten, dass ihr vorrangiger Plan der "Widerstand" sei, und fügten hinzu: "Unsere Freunde haben verschiedene Vorschläge für negative Szenarien unterbreitet. Gedanken wie 'Lassen Sie uns die Partei im Falle eines negativen Ausgangs zu einem außerordentlichen Parteitag führen' oder 'Wir halten bei Bedarf Mahnwache in der Parteizentrale' wurden geäußert. Der gemeinsame Nenner aller ist es, eine negative Entscheidung nicht anzuerkennen und absoluten Widerstand zu leisten. Vorerst haben wir lediglich zu Besonnenheit aufgerufen und unsere Unterstützung für unseren aktuellen Parteivorsitzenden erklärt. Sollte das Gericht eine negative Entscheidung treffen, werden wir uns umgehend versammeln und unseren Aktionsplan bewerten."