Aserbaidschan geht an die Wahlurnen
Die Wahlvorbereitungen, die nach der Auflösung des Parlaments durch den aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Aliyev begannen, sind abgeschlossen. Demnach finden morgen im Land die Wahlen zur Nationalversammlung statt. 990 Kandidaten werden um die 125 Sitze konkurrieren.
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Die Aserbaidschaner gehen morgen zum siebten Mal an die Wahlurnen, um ihre Abgeordneten zu wählen.
Nachdem Präsident Ilham Aliyev am 28. Juni das Parlament aufgelöst und vorgezogene Neuwahlen angekündigt hatte, befindet sich Aserbaidschan im Wahlprozess, an dessen Ende das neue Parlament gebildet wird.
Bei der Wahl werden 990 Kandidaten um die 125 Sitze in der aserbaidschanischen Nationalversammlung konkurrieren.
An der Wahl, bei der 6 Millionen 421 Tausend registrierte Wähler ihre Stimme abgeben werden, nehmen Kandidaten von 25 politischen Parteien sowie unabhängige Kandidaten teil.
112 TAUSEND EINHEIMISCHE UND 604 TAUSEND INTERNATIONALE BEOBACHTER WERDEN TEILNEHMEN
Beobachterdelegationen internationaler Organisationen wie das Büro für Demokratische Institutionen und Menschenrechte der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die Parlamentarische Versammlung der OSZE, die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten, die Organisation der Turkstaaten und die Parlamentarische Versammlung der Turkstaaten werden die Wahl verfolgen. Zu den Delegationen, die die Wahl in Aserbaidschan beobachten werden, gehört auch eine Delegation der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM).
Der Wahlvorgang beginnt um 08.00 Uhr Ortszeit und endet um 19.00 Uhr. Die Wahlkampfphase begann am 9. August und endet am 31. August um 08.00 Uhr morgens.
WAHLURNEN AUCH IN DEN VON DER BESATZUNG BEFREITEN GEBIETEN AUFGESTELLT
In den Gebieten, die Aserbaidschan von der armenischen Besatzung befreit hat, wurden ebenfalls Wahlurnen aufgestellt. Somit finden zum ersten Mal seit 30 Jahren auf dem gesamten Staatsgebiet Aserbaidschans Parlamentswahlen statt.
In der symbolträchtigen Stadt Schuscha in Karabach, in Chankendi, das einst von der separatistischen armenischen Verwaltung als „Hauptstadt“ genutzt wurde, sowie in Chodschali, Chodschawend, Aghdere, Aghdam, Dschabrayil, Fuzuli, Sängilan, Gubadli, Latschin und Kelbadschar werden mehr als 42 Tausend Wähler ihre Stimme abgeben.