Babacan kommentiert Bahçelis Vorstoß für einen „neuen Lösungsprozess“: Ein Test der Aufrichtigkeit ist erforderlich
Der Vorsitzende der DEVA-Partei, Ali Babacan, bewertete die Äußerungen von Bahçeli zum „Lösungsprozess“. Babacan betonte, dass die Regierung in dieser Angelegenheit einen Test der Aufrichtigkeit bestehen müsse, und wies darauf hin, dass die beteiligten Seiten nicht synchron agierten.
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Der Vorsitzende der DEVA-Partei, Ali Babacan, äußerte sich kritisch zu den Aufrufen des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli für einen „neuen Lösungsprozess“ unter Einbeziehung des PKK-Führers Abdullah Öcalan. Babacan, der gemeinsam mit seiner Ehefrau Zeynep Babacan die Buchmesse in Ankara besuchte, erklärte gegenüber Journalisten, dass die Regierung in dieser Frage einen ernsthaften Test der Aufrichtigkeit bestehen müsse.
'ICH GLAUBE NICHT, DASS SIE SYNCHRON SIND'
In seiner Kommentierung der Äußerungen Bahçelis erklärte Babacan, dass die beteiligten Seiten nicht koordiniert handelten, und äußerte sich wie folgt:
„Ich glaube nicht, dass sie bei einem so wichtigen Thema synchron agieren. Diese Äußerungen von Herrn Bahçeli wirken nicht so, als wären sie detailliert mit dem Regierungslager abgestimmt worden. Dennoch hat sicherlich ein Austausch stattgefunden. Bei solchen Themen gibt es innerhalb der Regierung den Einfluss verschiedener Lager; auf der einen Seite sicherheitsorientierte Ansätze, auf der anderen Seite lösungsorientierte Ansätze. Herr Erdoğan bewegt sich manchmal unter dem Einfluss dieser Lager in Zickzackkursen.“
DETAILS FEHLEN
Babacan betonte, dass solche Initiativen sowohl unter Sicherheitsaspekten als auch im Hinblick auf gesellschaftliche Dynamiken detailliert behandelt werden müssten, und äußerte die Ansicht, dass die gemachten Erklärungen nicht das Ergebnis einer umfassenden Vorbereitung seien. Babacans Einschätzungen haben die Debatte darüber, welchen Weg die Regierung in Bezug auf den Lösungsprozess einschlagen wird, erneut entfacht.