Babacan zur Freilassung von Ogün Samast: „Keine Entwicklung, die im öffentlichen Gewissen Anklang findet“
Der Vorsitzende der DEVA-Partei, Ali Babacan, hielt eine Pressekonferenz im türkischen Parlament (TBMM) ab. Zur Freilassung von Ogün Samast, dem Mörder des ehemaligen Chefredakteurs der Zeitung Agos, Hrant Dink, sagte er: „Dies ist keine Entwicklung, die im öffentlichen Gewissen Anklang findet.“
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Der Vorsitzende der Demokrasi ve Atılım (DEVA) Partisi, Ali Babacan, hielt eine Pressekonferenz in der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) ab.
Ali Babacan äußerte sich zur Freilassung des Mörders des ehemaligen Chefredakteurs der Zeitung Agos, Hrant Dink, Ogün Samast, im Rahmen der Regelung zur bedingten Haftentlassung und erklärte, dass diese Freilassung im öffentlichen Gewissen keinen Anklang gefunden habe.
„HAT IM ÖFFENTLICHEN GEWISSEN KEINEN PLATZ GEFUNDEN“
Babacan beantwortete die entsprechende Frage wie folgt:
„Wir kennen noch nicht alle technischen Details, werden aber im Laufe der Zeit detaillierte Informationen erhalten. Bei diesen Themen ist das öffentliche Gewissen entscheidend. Der wichtigste Vertreter des öffentlichen Gewissens ist die TBMM. Die TBMM ist das Dach, das eine sehr breite Repräsentationskraft besitzt und in dem unsere Bürger, die bei den Wahlen ihre Stimme abgeben, zu einem sehr hohen Anteil vertreten sind. Alle Regelungen zum Strafvollzugsgesetz und deren Anwendungsdetails müssen unter diesem Parlament diskutiert werden. Deshalb haben wir uns am 12. Juli gegen die Regelung in der Sammelvorlage ausgesprochen. Es scheint, wenn man die Diskussionen von gestern Abend bis heute betrachtet, dass die Frage, ob dies rechtmäßig ist, eine Angelegenheit ist, die von Juristen technisch geprüft werden muss, aber diese Freilassung ist keine Entwicklung, die im öffentlichen Gewissen Anklang findet. Im öffentlichen Gewissen hat dies keinen Platz gefunden.“