Bahçeli fordert neue Regelungen für das Wahlsystem

MHP-Chef Devlet Bahçeli erklärte, dass das Parteien- und Wahlsystem im Einklang mit dem Geist des Präsidialregierungssystems reformiert werden müsse.

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Der MHP-Vorsitzende Devlet Bahçeli äußerte sich in einem Interview mit dem Parteiorgan Türkgün zum Wahlsystem, zur Ordnung der politischen Parteien und zu aktuellen politischen Debatten.

Bahçeli erinnerte daran, dass die Türkei mit der Verfassungsänderung vom 16. April 2017 zum Präsidialregierungssystem übergegangen sei, und betonte, dass die bestehende politische Struktur mit dem neuen System in Einklang gebracht werden müsse.

Bahçeli sagte: "Im kommenden Prozess ist es notwendig, das Parteien- und Wahlsystem mit einem Verständnis neu zu ordnen, das dem Geist des Systems entspricht und auf politischer Stabilität sowie demokratischer Entwicklung basiert."

Diese Äußerungen Bahçelis brachten das Thema einer Änderung der Parteien- und Wahlgesetzgebung erneut auf die Tagesordnung, während die Diskussionen über den Wahlkalender und das Jahr 2028 andauern.

BEWERTUNG ZUR CHP UND ZUR YENI PARTI

In seinem Interview ging Bahçeli auch auf den Prozess ein, der in der CHP mit Debatten über "absolute Nichtigkeit" begann, und erklärte, man halte es für falsch, dass sich diese Entwicklungen in Konflikte und Spaltungen innerhalb der Partei verwandelten. Bahçeli betonte, man habe zu Einigkeit gegen die Spaltungs- und Teilungsversuche in der CHP aufgerufen.

Bahçeli erklärte, dass Özgür Özel und seine Weggefährten die YENI Parti gegründet hätten, und teilte mit, dass die Zahl der politischen Parteien laut den Aufzeichnungen des Kassationshofs auf 190 gestiegen sei. Bahçeli äußerte, dass man die Spaltung der CHP nicht gutheiße, der YENI Parti jedoch Erfolg wünsche.

In seiner Bewertung des zweiten Öffnungsprozesses, der unter dem Namen "Terrorfreie Türkei" bekannt ist und dessen Architekt er ist, sagte Bahçeli, das grundlegende Ziel sei es, dass die Türkei das Terrorproblem im Rahmen der nationalen Einheit sowie politischer und wirtschaftlicher Stabilität löse.

Bahçeli kritisierte die Entscheidung von Özgür Özel und der Parteiführung, bei der Abstimmung über das Rahmengesetz im Parlament mit "Ja" zu stimmen, während die Abgeordneten in ihrer Wahl frei gelassen wurden. Er argumentierte, dass diese Haltung zeige, dass sich in der YENI Parti noch kein gemeinsamer politischer Wille gebildet habe.