Bahçeli schaltet sich in die Debatte um die absolute Nichtigkeit in der CHP ein: 'Es ist zu einem Problem des Volkes geworden'
Der MHP-Vorsitzende Devlet Bahçeli erklärte, dass die Debatten über die absolute Nichtigkeit innerhalb der CHP nicht bloß als parteiinterner Streit betrachtet werden könnten, da der Prozess ein Ausmaß erreicht habe, das die politische Agenda der Türkei beeinflusse. Bahçeli kritisierte sowohl Özgür Özel als auch Kemal Kılıçdaroğlu und betonte, dass bei der Frage des CHP-Parteivorsitzes gerichtliche Entscheidungen als Grundlage dienen müssten.
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Der MHP-Vorsitzende Devlet Bahçeli äußerte sich in einem Interview mit dem Journalisten der Zeitung Türkgün, Yıldıray Çiçek, zu den jüngsten Entwicklungen in der CHP.
Bahçeli erklärte, dass die Debatten um die absolute Nichtigkeit in der CHP nicht nur als ein Führungsproblem innerhalb der Partei gesehen werden könnten, und sagte, dass die Geschehnisse die politische Atmosphäre der Türkei direkt beeinflussten.
"DIE KRISE IN DER CHP IST EIN PROBLEM DER NATION"
Bahçeli betonte, dass der Umfang des Prozesses in der CHP zugenommen habe und die parteiinternen Diskussionen nicht mehr nur eine Angelegenheit der CHP seien.
In seiner Bewertung des Themas nutzte Bahçeli die Formulierung "Die Krise in der CHP ist ein Problem der Nation" und wies darauf hin, dass die Entwicklungen eine Dimension erreicht hätten, die die nationale Agenda beeinflusse.
In seinem Interview bewertete Bahçeli auch die Haltung des ehemaligen CHP-Vorsitzenden Kemal Kılıçdaroğlu und des derzeitigen Vorsitzenden Özgür Özel und übte Kritik an der Art und Weise, wie beide den Prozess handhaben.
Bahçeli äußerte sich wie folgt: "Herr Kılıçdaroğlu und Herr Özel können mit ihren Aussagen und Handlungen kein Bild vermitteln, das der historischen Verantwortung der CHP gerecht wird. Der Verlauf des Prozesses wird durch konkrete Schritte der Spaltung geprägt."
"DIE KRISE WIRD VERTIEFT, OHNE DIE ENTSCHEIDUNG DES KASSATIONSHOFES ABZUWARTEN"
Bahçeli wies auch auf den laufenden rechtlichen Prozess in der CHP hin und kritisierte die Haltung von Özgür Özel.
Bahçeli bewertete dies wie folgt: "Dass Herr Özel die Krise, in der sich die CHP befindet, vertieft, ohne die Entscheidung des Kassationshofes (Yargıtay) abzuwarten, untergräbt nicht nur den rechtlichen Prozess, sondern erodiert auch die Gründungsprinzipien."
Bahçeli betonte, dass die Türkei ein Rechtsstaat sei, und unterstrich, dass die von den Gerichten getroffenen Entscheidungen bindend seien.
Bahçeli sagte: "Jeder Bürger der Republik Türkei ist verpflichtet, die von den Gerichten getroffenen Entscheidungen zu befolgen."
"DER VORSITZENDE DER CHP IST KILIÇDAROĞLU"
Bahçeli ging auch auf die Diskussionen über den CHP-Parteivorsitz ein und argumentierte, dass bis zu einer neuen Entscheidung die aktuelle rechtliche Situation als Grundlage dienen müsse.
Bahçeli schloss seine Ausführungen mit den Worten: "Es sollte nicht vergessen werden, dass Herr Kılıçdaroğlu der Vorsitzende der CHP ist, bis eine neue oder andere Entscheidung getroffen wird."