Bahçelis Reaktion auf Numan Kurtulmuş wegen 'Kurdisch'
Der MHP-Vorsitzende Devlet Bahçeli kritisierte Parlamentspräsident Numan Kurtulmuş im Zusammenhang mit der kurdischen Rede des Ko-Vorsitzenden der Partei für Gleichheit und Demokratie (DEM), Tuncer Bakırhan, während der Haushaltsberatungen: „Der Satz des Parlamentspräsidenten nach dem Anhören der kurdischen Worte, ‚bitte übersetzen Sie das ins Türkische‘, war eine ebenso falsche Haltung wie die des Präsidenten des Verfassungsgerichtshofs. So etwas darf es nicht geben“, sagte er.
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In der Großen Nationalversammlung der Türkei haben die Haushaltsberatungen begonnen. Der erste Tag der zweiwöchigen Haushaltsdebatten verlief kontrovers und angespannt.
Wie die Zeitung Cumhuriyet berichtet, begann der Ko-Vorsitzende der Partei für Gleichheit und Demokratie (DEM), Tuncer Bakırhan, seine Rede auf Kurdisch.
Parlamentspräsident Numan Kurtulmuş sagte zu Bakırhan: „Wir als Parlament verlangen auch eine türkische Erklärung dessen, was Sie hier gesagt haben. Dies ist die Große Nationalversammlung der Türkei, und da unsere Amtssprache Türkisch ist, wird hier Türkisch gesprochen.“
Daraufhin verlas Bakırhan auch die türkische Übersetzung seiner Begrüßungsrede, die er zuvor auf Kurdisch gehalten hatte.
REAKTION VON BAHÇELİ AUF NUMAN KURTULMUŞ
Der MHP-Vorsitzende Devlet Bahçeli äußerte sich wie folgt zu der Kritik an Parlamentspräsident Numan Kurtulmuş bezüglich der kurdischen Eröffnungsrede von Tuncer Bakırhan:
„Am Tag der Haushaltsberatungen versuchten sie, sich auf Kurdisch auszudrücken. Manche mögen das als tolerierbar ansehen. Aber ich rate dem Präsidenten des Verfassungsgerichtshofs und seinen geschätzten Mitgliedern, sich auf der Grundlage des Geistes dieser Rede für die Türkei einzusetzen. Ich rate ihnen, in diesen Fragen vorsichtiger zu sein. Es ist zu beobachten, dass viele Kreise aufgrund der Haltung des Verfassungsgerichtshofs, bei dem sich das Thema zunehmend ausbreitet, übermütig geworden sind. Darauf muss man achten. Diese Rede wurde unserer Ansicht nach nicht akzeptiert, aber sie haben bereits den ersten Schritt getan. Da sie den Ort, an dem sie herauskommen werden, mit Steinen bewerfen, versuchen sie, alles, was sie im Sinn und im Magen haben, auszuschütten. Der Satz des Parlamentspräsidenten nach dem Anhören der kurdischen Worte, ‚übersetzen Sie das ins Türkische‘, war eine ebenso falsche Haltung wie die des Präsidenten des Verfassungsgerichtshofs. So etwas darf es nicht geben.“