Bahçelis Aufruf zur Kandidatur sorgt für politische Unruhe: CHP reagiert auf neue Verfassungspläne
Der Aufruf des MHP-Vorsitzenden Bahçeli zu einer Verfassungsänderung, damit Erdoğan 2028 erneut kandidieren kann, stieß bei der CHP auf Ablehnung. Die CHP-Führung betonte, man werde sich angesichts dieser Agenda nicht von den Problemen der Bevölkerung ablenken lassen und sich im Parlament sowie bei den Haushaltsberatungen auf die Sorgen der Bürger konzentrieren.
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MHP-Chef Devlet Bahçeli hat in der Fraktionssitzung seiner Partei erklärt, dass Erdoğan 2028 erneut kandidieren müsse, womit das Thema einer Verfassungsänderung wieder auf die politische Agenda gerückt ist.
'SIE SPRECHEN DAVON, ÖCALAN FREIZULASSEN'
CHP-Führungskräfte äußerten sich zu Bahçelis Aufruf zur Verfassungsänderung für eine erneute Kandidatur von Staatspräsident und AKP-Chef Recep Tayyip Erdoğan sowie zur Einsetzung eines Zwangsverwalters in der Gemeinde Esenyurt wie folgt: „Sie befinden sich an einem derart extremen Punkt, dass sie für Erdoğan mittlerweile sogar von der Freilassung Abdullah Öcalans sprechen. Für diese Verfassungsfalle setzen sie die DEM-Partei mit Zwangsverwaltern unter Druck. Sie versuchen, auch uns mit Esenyurt in diese Agenda hineinzuziehen. Aber wir werden weder eine Verfassung für Erdoğan machen, noch uns auf diese Agenda einlassen.“
Mitglieder der Parteiführung betonten, dass die CHP als Ganzes die Probleme der Bevölkerung thematisieren müsse, anstatt sich auf die Agenda der Regierung einzulassen: „Unsere Umfragen zeigen, dass die Menschen denjenigen, die nicht über ihre Probleme sprechen, gar nicht mehr zuhören wollen. Das ist auch der Grund für die Worte unseres Parteivorsitzenden an die Partei: ‚Bleiben wir standhaft, lassen wir uns nicht auf das Spiel ein.‘ Er hat diesbezüglich auch mit unseren Abgeordneten und Bürgermeistern gesprochen. Die CHP wird in den kommenden Tagen die Mahnwache in Esenyurt fortsetzen; insbesondere im Parlament und bei den Haushaltsberatungen wird sie die Nöte der Bevölkerung umfassend zur Sprache bringen“, hieß es.