Behauptung über „Privatpalast“ für Öcalan: Zweistufiger Plan vorbereitet
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der IYI-Partei, Turhan Çömez, kritisierte den Besuch der parlamentarischen Kommission für den Friedensprozess auf der Insel Imrali scharf und behauptete, die Regierung habe einen zweistufigen Plan für Öcalan und PKK-Mitglieder vorbereitet.
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Während die Diskussionen über das „Recht auf Hoffnung“ und mögliche gesetzliche Neuregelungen, die erneut auf die Tagesordnung der Türkei gesetzt wurden, andauern, äußerte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der IYI-Partei, Turhan Çömez, bemerkenswerte Einschätzungen. Çömez, der die Kontakte der Mitglieder der parlamentarischen Kommission für den Friedensprozess auf der Insel Imrali zwecks eines Treffens mit Abdullah Öcalan thematisierte, erklärte, dass der Prozess zahlreiche geheime Elemente enthalte.
GEHEIME ABSTIMMUNG UND VERSTECKTE PROTOKOLLE
Wie Merve Kılıç von der Zeitung Cumhuriyet berichtet, kritisierte Çömez die Methode, mit der die besagte Delegation nach Imrali reiste: „Sie haben die Abstimmung geheim durchgeführt. Sie sind heimlich nach Imrali gereist. Sie haben die Protokolle geheim gehalten. Von 16 Seiten haben sie 12 verheimlicht. Was versuchen sie wohl im Geheimen zu erreichen?“, sagte er.
BEHAUPTUNG ÜBER VORBEREITUNGEN FÜR EINE AMNESTIE
Çömez behauptete, die Regierung arbeite an einer „Regelung zur Amnestie für Organisationsmitglieder“ und argumentierte, dies sei Teil eines „regionalen Projekts“, vor dem sie seit Monaten warnten. Er behauptete, dass hinter diesem Prozess „internationale Mächte stehen, die versuchen, die Region neu zu gestalten“.
WARNUNG VOR EINEM ZWEISTUFIGEN PLAN FÜR DIE TÜRKEI
Çömez erklärte, dass die Regelung, für die angeblich Vorbereitungen getroffen werden, aus zwei Teilen bestehe. Demnach beinhalte die erste Stufe die Behauptung, dass „Öcalan aus seinen derzeitigen Haftbedingungen herausgeholt und auf Imrali in einen komfortableren, fast an einen kleinen Palast erinnernden speziellen Bereich verlegt werden soll“. Çömez behauptete, dass mit diesem Plan darauf abgezielt werde, dass Öcalan die gesamte Struktur der Organisation von dort aus steuern könne.
BEHAUPTUNG ÜBER AMNESTIE FÜR 9 TAUSEND PKK-MITGLIEDER
In der zweiten Stufe des Plans stehe eine spezielle Amnestieregelung für etwa 9 Tausend PKK-Mitglieder auf der Tagesordnung, so Çömez: „Woher erfahren wir das? Die britische Nachrichtenagentur Reuters hat dies bereits vor Wochen bekannt gegeben“, erklärte er.
Laut Çömez laufen in diesem Rahmen Vorbereitungen für verschiedene Änderungen am türkischen Strafgesetzbuch, am Anti-Terror-Gesetz und am Strafvollzugssystem. Zudem erklärte er, dass die Regierung auch die entsprechenden Artikel der Verfassung zur Diskussion stelle.
BEHAUPTUNG: „ABKEHR VOM TERROR-BEGRIFF“
Çömez betonte, dass die Regierung eine Rhetorik wie „eine Türkei ohne Terror“ nicht bevorzuge, und sagte: „Denn sie erkennen nicht an, dass das, was geschieht, Terror ist. Was sie wollen, ist die Verabschiedung eines speziellen Gesetzes, durch das 9 Tausend PKK-Mitglieder amnestiert werden.“