Belästigungsvorwürfe gegen Praktikantinnen im Parlament sorgen für Aufsehen

Nach Vorwürfen, dass Praktikantinnen im türkischen Parlament (TBMM) belästigt wurden, gab es scharfe Reaktionen von politischen Parteien. Es wurde vorgeschlagen, eine Kommission zur detaillierten Untersuchung des Vorfalls einzurichten.

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Die Vorwürfe, dass Praktikantinnen im türkischen Parlament (TBMM) belästigt wurden, haben bei allen politischen Parteien im Parlament für Empörung gesorgt. Der stellvertretende Parlamentspräsident Tekin Bingöl betonte, dass das Thema gründlich untersucht werden müsse, und erklärte: "Das Parlament ist verpflichtet, diesen Vorfall bis ins kleinste Detail aufzuklären." Bingöl fügte hinzu, dass die Einrichtung einer Kommission in Erwägung gezogen werde, die nicht nur diesen speziellen Vorfall, sondern das Thema Belästigung generell untersuchen soll.

Nachdem Vorwürfe laut wurden, dass Praktikantinnen im Parlamentsrestaurant von Mitarbeitern belästigt worden seien, gab das Generalsekretariat des Parlaments bekannt, dass ein Koch vom Dienst suspendiert wurde und die Ermittlungen gegen weiteres Personal andauern. Auch in den sozialen Medien wurden ähnliche Vorwürfe laut.

REAKTIONEN DER POLITISCHEN PARTEIEN

Gülistan Koçyiğit von der DEM-Partei betonte, dass das Parlament eine Kommission zur Untersuchung des Vorfalls einsetzen müsse, während Ali Mahir Başarır von der CHP sagte: "Wir fordern, dass der Belästigungsvorwurf in allen administrativen und rechtlichen Aspekten umfassend untersucht wird." Turhan Çömez von der IYI-Partei wies darauf hin, dass solche Vorfälle systematisch seien und es den Institutionen, die die Praktikanten entsenden, an der notwendigen Kontrolle mangele. Auch Filiz Kılıç von der MHP und Muhammet Emin Akbaşoğlu von der AKP erklärten, dass das Problem dringend gelöst werden müsse.

VORSCHLAG ZUR EINRICHTUNG EINER KOMMISSION

Die Vorsitzende der Menschenrechtskommission des Parlaments, Derya Yanık, erklärte, dass man den Prozess genau verfolgen werde. Es wurde zudem bekannt gegeben, dass das Ministerium für Familie und soziale Dienste intervenieren werde, sobald das rechtliche Verfahren eingeleitet sei.

CHP-Chef Özgür Özel äußerte große Wut und Scham über den Vorfall und sagte: "Diese Angelegenheit muss von der Parlamentsverwaltung mit den schnellsten und härtesten Maßnahmen untersucht werden." Özel kritisierte zudem, dass Frauen, die gegen den Vorfall im Parlament protestierten, von der Polizei daran gehindert wurden.