Bemerkenswerte Äußerung von der DEM zu Öcalan: 'Er hat eine lebenswichtige Aufgabe und Rolle'

Mithat Sancar, Mitglied der İmralı-Delegation der DEM-Partei, erklärte, dass Öcalan im Prozess der Entwaffnung eine „zentrale“ Rolle übernehmen müsse.

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Mithat Sancar, Mitglied der İmralı-Delegation der DEM-Partei und Abgeordneter für Şanlıurfa, äußerte sich bei einem Treffen mit Journalisten zur Rolle des Anführers der Terrororganisation PKK, Abdullah Öcalan, im Entwaffnungsprozess.

Sancar, der bei dem Treffen sprach, an dem auch Çetin Arkaş und die ehemalige BDP-Abgeordnete Gültan Kışanak teilnahmen, argumentierte, dass Öcalan in diesem Prozess eine „lebenswichtige Aufgabe und Rolle“ haben werde. Sancar betonte, dass diese Rolle innerhalb eines institutionellen Rahmens geklärt werden müsse, und sagte: „Herr Öcalan muss eine zentrale Rolle übernehmen, und dies muss auf eine offene, definierte und öffentlich erklärte Weise geschehen.“

Sancar erklärte, man erwarte, dass Öcalan im Unterausschuss für Entwaffnung und strategische Koordination tätig werde. Er wies darauf hin, dass das Gremium, das diesbezüglich Entscheidungen treffen werde, der Überwachungs- und Bewertungsausschuss sei, und merkte an, dass die Rolle nach Gesprächen und Beratungen mit Öcalan festgelegt werde.

KEINE ENTSCHEIDUNG FÜR EINEN NEUEN AUFRUF

Auf die Frage, ob ein neuer Aufruf zur Entwaffnung erfolgen werde, antwortete Sancar, dass diesbezüglich noch keine Entscheidung getroffen worden sei. Sancar sagte, dass bei dem letzten Treffen eine solche Bewertung nicht vorgenommen worden sei, das Thema jedoch in späteren Phasen je nach Bedarf des Prozesses behandelt werden könne.

Sancar teilte mit, dass der Überwachungs- und Bewertungsausschuss gebildet worden sei und vier separate Unterausschüsse auf der Tagesordnung stünden, wobei der Unterausschuss für Entwaffnung und strategische Koordination eine grundlegende Funktion bei der Durchführung des Prozesses haben werde. Er fügte hinzu, dass es noch keine öffentlich kommunizierte Entscheidung über die Arbeitsweise und Zusammensetzung des Ausschusses gebe.

Bezüglich der Behauptungen, Öcalan sei in eine neue Unterkunft verlegt worden, sagte Sancar, dass diese Informationen nicht der Wahrheit entsprächen. Er erklärte, dass die Gespräche in einem größeren und komfortableren Raum stattfänden, Öcalan jedoch weiterhin an seinem „alten Ort“ bleibe.

Sancar argumentierte, dass in einer späteren Phase des Prozesses die Arbeits- und Lebensbedingungen von Öcalan an die Rolle angepasst werden müssten, die er übernehmen werde. In diesem Zusammenhang erwähnte er, dass Regelungen wie ein Sekretariat oder mehr Mitarbeiter zur Unterstützung auf die Tagesordnung kommen könnten.

Sancar sagte, dass es nicht mit dem Ablauf des Prozesses vereinbar wäre, alle Gespräche öffentlich zu machen, betonte jedoch, dass der Weg dafür geebnet werden müsse, dass Öcalan direkt zur Öffentlichkeit sprechen könne. Sancar erklärte, dass die Möglichkeit eines direkten Kontakts mit Journalisten, Akademikern, Politikern und Vertretern der Zivilgesellschaft geschaffen werden könne.

Sancar ging auch auf die Entwicklungen in Syrien ein und bewertete den Punkt, der durch die Erklärungen von Mazlum Abdi und die vorangegangenen Gespräche erreicht wurde, als ein Modell der „demokratischen Integration“. Sancar erklärte, dass der Prozess in Syrien nicht getrennt von den Entwicklungen in der Türkei betrachtet werden könne.

Auf Fragen zur Anzahl der PKK-Mitglieder, die von dem Gesetz profitieren würden, sagte Sancar, dass ihnen verschiedene Zahlen übermittelt worden seien, betonte jedoch, dass der Prozess nun in eine institutionelle Phase übergegangen sei und es daher korrekter sei, wenn solche Erklärungen durch den Ausschuss selbst erfolgten.