Bewertung der Debatte um „Kızıl Goncalar“ durch die TKP

Im Podcast „TKP'nin Sesi“ wurde die Debatte um die Serie „Kızıl Goncalar“ analysiert. Dabei wurde die Frage aufgeworfen, wen die Serie warum stört, und darauf hingewiesen, dass die Sorge der Sekten weit über ihr bloßes gesellschaftliches Image hinausgeht.

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Die Serie „Kızıl Goncalar“ bleibt ein zentrales Thema der aktuellen Agenda. Der İsmailağa-Orden hat eine Erklärung veröffentlicht, die Zeitung Yeni Şafak hat die Serie ins Visier genommen und die Rundfunkbehörde RTÜK hat eine Untersuchung eingeleitet...

BEWERTUNG DURCH DIE TKP

Die Kommunistische Partei der Türkei (TKP) hat sich heute in ihrem werktäglichen Podcast „TKP'nin Sesi“ unter dem Titel „Wen stört ‚Kızıl Goncalar‘ und warum?“ mit der Serie und der Realität der Sekten auseinandergesetzt.

Dass die Serie bereits nach der ersten Folge zur Zielscheibe wurde, erklärte der Podcast mit den Worten: „Sie wissen, dass Sekten nicht legitim sind.“ Der Grund für die Panik wurde wie folgt erläutert: „Denn sie fürchten nicht nur um das gesellschaftliche Image der Sekten. Sie fürchten gleichzeitig, all ihre finanziellen Beziehungen sowie ihre einflussreichen Positionen in Staat und Politik zu verlieren.“

„ES WURDE KLAR, DASS DAS, WAS SIE ALS SPIRITUALITÄT BEZEICHNEN, NUR AUS GELD UND AUSBEUTUNG BESTEHT“

Die im Podcast „TKP'nin Sesi“ geäußerte Bewertung lautet wie folgt:

„In der Serie wird anhand einer Familie, die aufgrund des Erdbebens nach Istanbul zieht, die Gewalt, Ausbeutung und Betrügerei innerhalb von Sekten thematisiert. Kinder werden nicht zur Schule geschickt, Frauen als Ungläubige bezeichnet und Kinderehen werden dargestellt.

Wie Sie sehen, gibt es hier eigentlich nichts, was wir nicht schon wüssten.

Wussten wir nicht, wie Sekten die gesamte Türkei durchziehen, wie sie Nester für Profit, Ausbeutung und Gewalt sind, wie sie sich zu Unternehmen entwickeln und wie sie sich Rückhalt in Staat und Politik verschaffen?

Wachen wir nicht fast jede Woche mit einem neuen Sekten-Skandal auf? Man muss kein „Experte“ sein, um zu sehen, was sie in der Justiz, im Militär und in der Bürokratie treiben und wie sie sich untereinander bekämpfen.

Wir brauchen auch keine Kamera mehr, um zu sehen, wie sie in der ganzen Türkei das Leben junger Kinder zerstören und Frauen wie Sklavinnen behandeln.

Ein Orden hat behauptet, es werde ‚die spirituelle Welt unserer Gesellschaft angegriffen‘. Ihrer Behauptung nach denkt die ganze Türkei eigentlich wie sie und möchte so leben.

Das ist ein Märchen, das seit Jahrzehnten erzählt wird. Denn ihrer Ansicht nach sind die Sekten die Vertreter derer, die sich selbst als konservativ bezeichnen. Ihrer Ansicht nach sind die Sekten seit Jahren Opfer. Ihrer Ansicht nach sind die Sekten Stiftungen und Nichtregierungsorganisationen.

In Wahrheit ist dieses Märchen nichts anderes als ein Deckmantel, den alle Regierungen, unabhängig von rechts oder links, als Schutzschild für den religiösen Fanatismus gefunden haben.

Sie haben diesen Deckmantel immer wieder angepasst und ausgiebig genutzt, um die Bevölkerung daran zu gewöhnen und sie handlungsunfähig zu machen. Sie haben einen psychologischen Krieg in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz und auf der Straße geführt. So ist es ihnen gelungen, den Laizismus abzuschaffen und Raum für religiösen Fanatismus in der Politik zu schaffen.

Sie wollten das Volk durch psychologische Kriegsführung gefangen nehmen. Sie haben die Normalität der Menschen durch Zwang und soziale Ingenieurskunst zerstört.

Sekten waren schon immer Nester der Gewalt, der Grausamkeit und der Bigotterie. Nun wurde dem Volk erzählt, dass Sekten normal seien.

In diesem psychologischen Krieg spielten die Sekten, die Politiker und die ‚Ja, aber‘-Befürworter alle ihre Rollen.

Das heißt, das, was sie als ‚unsere spirituelle Welt‘ bezeichnen, hatte nichts mit den Werten der türkischen Gesellschaft zu tun.

Jetzt, da ihr wahres Gesicht enthüllt wurde und jeder verstanden hat, dass das, was sie Spiritualität nennen, nur aus Geld und Ausbeutung besteht, sind sie in Panik und verbreiten Terror.

Denn sie fürchten nicht nur um das gesellschaftliche Image der Sekten. Sie fürchten gleichzeitig, all ihre finanziellen Beziehungen sowie ihre einflussreichen Positionen in Staat und Politik zu verlieren.

Um diesem Zwang ein Ende zu setzen, ist die Auflösung der Sekten zwingend erforderlich.“