Bilal Erdoğan nahm an Golf-Tour teil: 'Versuch, die Türkei in eine Dynastie zu verwandeln'
Die Teilnahme von Bilal Erdoğan, dem Sohn von Präsident Erdoğan, an dessen Golf-Tour hat in der Öffentlichkeit für Diskussionen gesorgt. Der CHP-Abgeordnete Namık Tan bewertete die Situation als einen „Versuch, die Türkei faktisch in eine Dynastie zu verwandeln“.
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Dass Präsident Recep Tayyip Erdoğan bei seinen Besuchen in Kuwait, Katar und Oman in dieser Woche neben zahlreichen Ministern und Bürokraten auch von seinem Sohn Bilal Erdoğan begleitet wurde, sorgte für Aufmerksamkeit. Die Teilnahme von Bilal Erdoğan an einem Staatsbesuch ohne offizielles Amt wurde zum Gegenstand öffentlicher Kritik.
Gegenüber Batu Bozkürk von der Zeitung Cumhuriyet bewertete der stellvertretende CHP-Vorsitzende Namık Tan das Thema und erklärte: „Die Kinder von Staatsvertretern haben keine offiziellen Funktionen. Dies ist ein Bestreben, die Türkei faktisch in eine Dynastie zu verwandeln.“ Tan betonte, dass dieser Umstand nicht nur bei der Opposition, sondern bei jedem, der die Staatstraditionen und Gepflogenheiten der Türkei kenne, auf Ablehnung stoße.
EIN VERSTOSS GEGEN DIE STAATSTRADITION
Unter Verweis auf die Gepflogenheiten der internationalen Diplomatie stellte Tan fest, dass bei offiziellen Besuchen lediglich die Ehepartner von Staatsvertretern teilnehmen dürften. Tan sagte: „Während Ehepartnern von Personen, die befugt sind, Staaten zu vertreten – wie Staats- und Regierungschefs oder Botschafter –, ein offizieller Status zuerkannt wird, gilt dieses Recht nicht für Kinder. Die Teilnahme von Bilal Erdoğan an diesen Reisen wirft große Probleme hinsichtlich des Ansehens der Türkei in der Außenwelt und der staatlichen Seriosität auf.“
„DAS SYSTEM WIRD ZUR FAKTISCHEN DYNASTIE“
Mit Bezug auf Erdoğans Führungsstil sagte Tan, das System, das er als „Ein-Mann-Regime“ bezeichnete, versuche, die Türkei in eine faktische Dynastie umzuwandeln.